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Lehrte Empfang mit viel Prominenz und einer Fee
Aus der Region Region Hannover Lehrte Empfang mit viel Prominenz und einer Fee
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00:18 14.01.2019
Bürgermeister Klaus Sidortschuk begrüßt Hasan Kurtulus von der Firma Kurt Zeitarbeit. Quelle: Patricia Oswald-Kipper
Lehrte

Der Lehrter Neujahrsempfang ist auch ein Treffen der lokalen Prominenz. Im Lehrter Forum kamen am Freitagabend rund 350 Vertreter aus Politik, lokaler Wirtschaft sowie von Institutionen und Vereinen und Verbänden zusammen.

Die Schlange vor dem Kurt-Hirschfeld-Forum war lang. Denn Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk ließ sich Zeit, um jeden Gast einzeln zu begrüßen und ein frohes neues Jahr zu wünschen. Zu den Gästen zählte wieder eine Abordnung der Partnerstadt Staßfurt. Deren Bürgermeister Sven Wagner (SPD) hatte eine junge Frau an seiner Seite, die mit ihrem eleganten Outfit alle anderen Gäste in den Schatten stellte: Die amtierende Salzfee Jenny Marnitz. Seit 18 Jahren wählt Staßfurt regelmäßig eine Stadtrepräsentatin in Form der Salzfee – und will auf diese Weise ihr Ansehen als Salzstadt in den Blickpunkt rücken. Jenny Marnitz mit ihrem weißen langen Kleid und mit einem kleinen silbernen Diadem auf dem Kopf zog viele bewundernde Blicke auf sich. Gut an kam bei den Besuchern auch die musikalische Unterhaltung mit Lukas Fraedrich am Klavier und Carl Bödecker an der Trompete.

Staßfurts Oberbürgermeister Sven Wagner mit der Salzfee Jenny Marnitz. Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch die Rede des Lehrter Bürgermeisters Klaus Sidortschuk. In seinem Rückblick verwies er nicht nur auf die Erfolge und Fortschritte in der Stadt bei der Schaffung von Wohnraum durch neue Wohnbaugebiete, beim Haushalt, bei Bauvorhaben wie der neuen Feuerwache, bei der Unterstützung von Familien sowie bei der Entwicklung der Infrastruktur durch die Güterumschlaganlage Megahub oder freies W-Lan. Der Bürgermeister sprach an dem Abend auch Themen an, die bislang nicht erfolgreich gelöst wurden. Darunter die Debatte um das Aldi-Zentrallager in Aligse und die Zukunft des Lehrter Krankenhauses. Vor den örtlichen Vertretern des Bundestages, des Niedersächsischen Landtages und der Region Hannover mit Regionspräsident Hauke Jagau forderte der Lehrter Bürgermeister eine Weiterentwicklung der Klinik durch eine geriatrische Schwerpunktsetzung. Sidortschuk appellierte zudem zur Geschlossenheit über alle Fraktionen hinweg: Die Diskussion um die Zukunft der Klinik dürfe in Lehrte nicht in parteipolitischen Streit abgleiten. Sidortschuk verwies dabei auch auf den Infoabend zum Krankenhaus am Mittwoch, 16. Januar, um 17.30 Uhr im Forum. Man müsse die großen Koalitionen auf Regions- und auf Landesebene davon überzeugen, „dass ein Abbau hier in Lehrte aus unserer Sicht eine Schließung auf Raten wäre, die es zu verhindern gilt.“

Lehrtes CDU-Chef Henning Deneke-Jöhrens (von links), Beate Lange vom Ortsrat Immensen mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth. Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Klaus Sidortschuk stellte an dem Abend auch immer wieder das große bürgerschaftliche Engagement heraus, das diese Stadt in besonderem Maße auszeichne. Dies habe etwa die Entwicklung eines Dorfladens in Immensen angeschoben und dazu geführt, dass der Wochenmarkt auf dem Marktplatz vor der Matthäuskirche bleibe. Er bedankte sich auch bei Feuerwehrmann Hans-Jürgen Reichert für sein 50-jähriges Engagement bei der Ortsfeuerwehr Hämelerwald. „Ohne die Leistungen von Ihnen und Ihren vielen Kameraden hätten wir nicht ein so gut funktionierendes und vor allem leistungsstarkes Feuerwehrwesen in Lehrte.“

Sidortschuk forderte die Anwesenden auch zur Teilnahme an den anstehenden Europa- und Bürgermeisterwahlen auf. Und er warb nochmal für seinen Vorschlag, in der Stadt einen eigenen Ordnungsdienst mit zunächst zwei Mitarbeitern einzurichten. Es gehe dabei um Präsenz und Beratung, der Ordnungsdienst werde keine polizeilichen Aufgaben übernehmen, betonte Sidortschuk.

Sammlung bringt 2325 Euro für den guten Zweck

Traditionell für den Lehrter Neujahrsempfang ist die Sammlung für einen guten Zweck. Im Anschluss an die Rede von Bürgermeister Klaus Sidortschuk wurde in Hüten an den einzelnen Tischen wieder Geld eingesammelt. Insgesamt 2325 Euro kamen bei der Sammlung in diesem Jahr zusammen – rund 500 Euro weniger als beim vergangenen Jahr. Das Geld komme bedürftigen Familien oder sozialen Einrichtungen etwa für Obdachlose zugute, erklärte Stadtsprecher Fabian Nolting. Welche Menschen in diesem Jahr bedacht werden, ist noch unklar. Das werde in den nächsten Wochen gemeinsam mit Vertretern des Fachdienstes Soziales entschieden, so Nolting.pos

Von Patricia Oswald-Kipper

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