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Lehrte Enormer Schaden: Einbrecher wüten im Bad
Aus der Region Region Hannover Lehrte Enormer Schaden: Einbrecher wüten im Bad
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00:29 15.06.2018
Betriebsleiter Thilo Schumacher zeigt die Schäden am Kassenautomaten. Es ist unklar, ob das Gerät noch repariert werden kann. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Erst die lange Diskussion um die letztlich zurückgenommene Schließung des Schwimmerbeckens, jetzt ein folgenschwerer Einbruch: Das Bad am Hohnhorstweg kommt nicht aus den Schlagzeilen. Unbekannte sind dort in der Nacht zu Montag in nahezu sämtlich Breiche eingedrungen, haben den Kassenautomaten demoliert, einen Tresor aufgeschnitten und im Personalbereich sowie im Umkleidetrakt der Damen randaliert. Außerdem verschafften sie sich Zugang zu den Räumen des Fitness-Studios im Obergeschoss und zum Kiosk neben der Liegeweise. Der Schaden beträgt nach Schätzung von Bad-Chef Thilo Schumacher mindestens 25.000 Euro.

Wann die Eindringlinge das Bad heimsuchten, steht zweifelsfrei fest. Es muss in der Zeit ab 2 Uhr gewesen sein. Exakt um 2.51 versuchten sie den Kassenautomaten mit schwerem Werkzeug aufzuhebeln. Das erst vor drei Jahren angeschaffte, hochmoderne Gerät schaltete sofort in den Alarm-Modus, begann zu blinken und speicherte die aktuelle Uhrzeit. Das hat die Täter vermutlich vertrieben, meint Schumacher: „Vielleicht dachten sie, dass das Gerät mit einem Sicherheitsdienst vernetzt ist.“ Über das Ausmaß des Einbruchs ist der Betriebsleiter indessen schockiert. Wie lange es dauern wird, den Kassenautomaten zu reparieren oder zu ersetzen weiß er nicht. Er kalkuliert aber mit sechs bis acht Wochen. Am Montag habe das Bad den Besuchern erst einmal freien Eintritt gewährt, jetzt kehre man zum altbewährten Modell mit einer Servicekraft im Kassenhäuschen zurück.

Zugang zum weitläufigen Badgebäude verschafften sich die Täter durch eine abgelegene Kellertür. Diese brachen sie ebenso auf wie eine Zugangstür am Kelleraufgang. Dann begannen die Zerstörungen erst. Eine Tür am Kassenhaus brachen die Täter aus der Verankerung, in den Personalräumen öffneten sie sämtliche Spinde und rissen die persönlichen Dinge der Mitarbeiter heraus. In der Küche blieb kaum einen Gegenstand in den Regalen. Am rabiatesten gingen die Unbekannten aber im Kassenbüro vor. Dort befindet sich ein Tresor, und in diesem vermuteten die Einbrecher vermutlich fette Beute. Rings um den Safe zertrümmerten sie Verblendungen und Spanplatten. Dabei benutzten sie laut Schumacher sogar Werkzeug, das in den Regalen lag, etwa einen Hammer. Und schließlich griffen sie zu einer Flex, um damit den Metallbehälter zu öffnen.

Auch den Kaffeeautomaten brachen die Einbrecher auf. Quelle: Achim Gückel
Rohe Gewalt: Der Tresor im kassenbüro wurde aufgeflext. Darin lag nur Wechselgeld. Quelle: Achim Gückel

Die Beute muss für die Täter eine einzige Enttäuschung gewesen sein. Die Tageseinnahmen befinden sich grundsätzlich nicht in dem Tresor, sondern an anderer Stelle. Anderswo im Bad – etwa im ebenfalls aufgebrochenen Kaffeeautomaten oder im Kassenhäuschen – gibt es laut Schumacher allenfalls Kleingeld zu holen. Ebenso verhalte es sich mit dem Kiosk im Außenbereich. Dort brachen die Täter eine massive Holztür auf, fanden kaum Beute und zogen dann möglicherweise aus Verärgerung die Steckdosen sämtlicher Kühltruhen. Das darin gelagerte Speiseeis schmolz, der Pächter des Kiosks musste es am Montag entsorgen.

Auch den Kaffeeautomaten brachen die Einbrecher auf. Quelle: Achim Gückel

In der Damenumkleide gab es einen weiteren Akt der Zerstörung. Dort zertrümmerten die Einbrecher etliche Glasbehälter, darunter offenbar mitgebrachte Bierflaschen. Der gesamte Fußboden war laut Schumacher mit Scherben übersät und musste am Montag aufwendig gesäubert werden. Im Actic-Studio im Obergeschoss gab es schließlich noch eine ganz andere Hinterlassenschaft. Dort schmierten die Unbekannten Hakenkreuze an eine Schreibtafel.

Eckhard Otto, Geschäftsführer der Bädergesellschaft, hat indes einen Verdacht, warum die Einbrecher ausgerechnet in der Nacht zu Montag kamen. Am Wochenende hatte es stark besuchte Sportveranstaltungen im Bad gegeben, bei der auch große Einnahmen erzielt wurden. Die Täter dachten möglicherweise, das Geld lagere im Bad. Das war jedoch eine Fehleinschätzung. Der Schaden sei nun um ein vielfaches höher als die Beute.

Von Achim Gückel

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