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Lehrte FC Lehrte wirft Stadt falsches Spiel vor
Aus der Region Region Hannover Lehrte FC Lehrte wirft Stadt falsches Spiel vor
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00:41 26.04.2018
Aus diesem Grasplatz will der Verein einen Kunstrasen machen. Quelle: Privat
Lehrte

 Der Fußballclub FC Lehrte will seinen Fußballplatz für 650 000 Euro modernisieren und mit Flutlicht und Kunstrasen ausstatten. Bei der Stadt hat er dafür eine Bürgschaft von bis zu 300 000 Euro beantragt. Die Stadt will jedoch am Mittwochabend vom Rat grundsätzlich entscheiden lassen, dass Bürgschaften ausschließlich für Beteiligungen und verbundene Unternehmen der Stadt erteilt werden. Gegen diese Vorgehensweise erhebt der Sportverein schwere Vorwürfe. „Die Stadt spielt ein falsches Spiel, hat uns hingehalten und trotz laufender Gespräche hinter den Kulissen diese Beschlussvorlage klammheimlich vorbereitet“, kritisiert Vereinsvertreter Marcus Bartscht. Bürgermeister Klaus Sidortschuk will dazu in der Ratssitzung eine Stellungnahme abgeben.

Ohne die Bürgschaft sei das gesamte Projekt gefährdet, sagt der zweite Vorsitzende Michael Claus. Mit seinen knapp 350 Mitgliedern werde der FC Lehrte keinen Kredit über 350 000 Euro bekommen. Dabei habe der Erste Stadtrat Uwe Bee ihm noch am 6. April in einem Gespräch zugesichert, Vereine, Politik und den Sportring an einen Tisch zu holen, um nach einer Lösung zu suchen. Dass die Stadt parallel an einer ganz anderen Vorlage arbeite, darüber sei „kein Sterbenswörtchen“ gefallen: „Es gab keine Rücksprache, wir sind vorgeführt worden.“ Das sei enttäuschend und schlechter Stil. „Ein mieser, hinterhältiger Plan der Stadtverwaltung“ hat der Verein es auf seiner Facebookseite und in Anschreiben an die Ratsmitglieder genannt. 

Man habe 30 Mitglieder verloren, weil man eigens eine Umlage zur Mitfinanzierung erhoben habe, die einige Mitglieder aber nicht mittragen wollten. Ursprünglich habe die Stadt sogar argumentiert, so Vereinsvertreter Bartscht, dass eine Bürgschaft rechtlich nicht möglich sei. Erst nach seinen Recherchen als Rechtsanwalt, dass dies sehr wohl der Fall sei und von verschiedenen Kommunen auch praktiziert werde, habe die Stadt offenbar umgeschwenkt und die Vorlage erarbeitet.

Stadtsprecher Fabian Nolting weist die Vorwürfe des Vereins indes zurück: „Von klammheimlich kann keine Rede sein.“ Die Beschlussvorlage sei seit dem 5. April öffentlich und auch bekanntgemacht worden. Die Stadt argumentiert, dass der Haushalt aufgrund diverser Investitionen äußerst angespannt sei, eine Bürgschaft zudem eine freiwillige Leistung sei und in der Vergangenheit auch noch nie Bürgschaften für „private Dritte“, wie sie Vereine darstellen, übernommen worden seien. Zudem könnte eine solche Entscheidung Begehrlichkeiten bei den 60 anderen Sportvereinen wecken. Darüber hinaus habe der Haushaltsausschuss bereits am 17. April öffentlich darüber diskutiert und sich einmütig hinter den Antrag der Stadt gestellt. Dessen Vorsitzender Jörg Posenauer bestätigt, dass sich der Ausschuss einig war, dass das Risiko bei Ausfallbürgschaften für die Stadt zu groß sei. Nicht zuletzt, weil die Haushaltslage „derzeit nicht so rosig“ sei.

Von Oliver Kühn

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