Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Lehrte Enten füttern ist nicht erlaubt
Aus der Region Region Hannover Lehrte Enten füttern ist nicht erlaubt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:37 05.11.2018
Von der Brücke im Stadtpark sind Brot und Brötchen ins Wasser geworfen worden. Quelle: Michael Schütz
Lehrte

Ungewöhnliche Geräusche konnte man kürzlich an den Regenrückhaltebecken im Stadtpark hören. Verursacht wurden sie von den in den Gewässern lebenden Fischen, die sich an Brot und Brötchen gütlich taten. Diese Backwaren hatte kurz zuvor jemand ins Wasser geworfen, um die Fische und Enten in den Teichen am Wasserturm zu füttern.

Die Fische tun sich am Brot gütlich. Quelle: Michael Schütz

„Das ist leider nicht das erste Mal passiert“, sagte Stadtsprecherin Nele Domin zu dem Vorfall. Die Bediensteten des Fachdienstes Grünplanung und Umwelt hätten solche Aktion bereits mehrfach beobachtet. Nicht zuletzt deswegen sind im Herbst letzten Jahres auf dem Areal an Pfählen und Brückengeländern Schilder angebracht worden, die die Aufschrift „Füttern verboten“ mit einem entsprechenden Piktogramm aufweisen. Außerdem hätten die Mitarbeiter des Fachdienstes nach wie vor ein Auge auf die Situation. „Sie sprechen dann die Menschen an“, erklärte Domin. „Mehr kann man da nicht machen.“

Seit Herbst 2017 weisen Schilder auf das Fütterungsverbot hin. Quelle: Michael Schütz

Das Füttern der Tiere hat durchaus Folgen, wie Volker Kemmling, Leiter des Fachdienstes Grünplanung und Umwelt nun erklärte: „Es schadet den Gewässern, die schlimmstenfalls dadurch umkippen können.“ Das bedeutet, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser so sehr abfällt, dass Tiere, insbesondere Fische nicht mehr darin leben können. „Das Futter entzieht dem Wasser den Sauerstoff“, sagte Kemmling. Denn der werde benötigt, um das hineingeworfene Brot zu zersetzen. Und den Kot der immer zahlreicher im Stadtpark auftretenden Enten. Denn bei denen spreche es sich schnell herum, wo es reichlich Futter gibt.

Zudem bedeuten mehr Enten auch mehr Kot. Die aus letzterem resultierenden zusätzlichen Nährstoffe regen das Algenwachstum an. Die Algen vermehren sich so rasch, dass sie irgendwann die Wasseroberfläche bedecken und den Lebewesen darunter Licht und Sauerstoff nehmen. Und wenn die Fische mit dem Fressen der Algen nicht mehr nachkommen, sterben diese ab und sinken auf den Grund. Bei ihrer Zersetzung wird wiederum viel Sauerstoff verbraucht. Die Wasserqualität sinkt.

Normalerweise regele sich die Größe einer Population über das Angebot an Nahrung selbst, sagte der Fachdienstleiter. Wenn die Bürger weniger fütterten, suchten sich die Enten andere Aufenthaltsorte. Und die Wasserqualität verbessere sich nach und nach wieder. Um für etwas mehr Sauerstoff im Wasser zu sorgen, habe die Stadt die Fontäne im Stadtpark bis letzte Woche laufen lassen, erklärte Kemmling. „Aber das ist natürlich auch keine Dauerlösung.“ Deshalb appelliert die Stadt nun mit den Schildern an die Einsicht der Bürger. Angeregt hatten dies die Politiker im Umweltausschuss, federführend sei dabei Helga Laube-Hoffmann (SPD) gewesen, sagte Kemmling: „Wir als Stadt haben das dann umgesetzt“.

Von Michael Schütz und Sandra Köhler

Die Job Center propagieren zunehmend eine betriebliche Umschulung als Mittel gegen den Fachkräftemangel. Geholfen wird damit Jobsuchenden ebenso wie Arbeitgebern.

05.11.2018

Diebe haben am Sonnabend alle Räder von einem VW T6 gestohlen. Sie schnitten den Zaun eines Autodienstleisters in Aligse auf, bockten den Multivan auf Steine auf und verschwanden vermutlich über die A2.

05.11.2018

Unbekannte sind in der Nacht zum Freitag in ein Einfamilienhaus in Arpke eingebrochen, indem sie das Küchenfenster aufhebelten. Nur wenige Tage vorher waren Einbrecher an der Terrassentür gescheitert.

05.11.2018