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Lehrte Kleingärtner übernehmen Ersatzfläche am See
Aus der Region Region Hannover Lehrte Kleingärtner übernehmen Ersatzfläche am See
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13:01 02.11.2018
Grundstückseigentümer Cord Molsen (von links), Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Peter Heinze, Vorsitzender des Bezirksverbands Lehrte der Kleingärtner, setzen den ersten Spatenstich auf der Ersatzfläche. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

Dem Umzug der Kleingartenkolonie Feierabend von der Manskestraße an den Lehrter Honhorstsee steht nichts mehr im Wege. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk hat jetzt offiziell die Ersatzfläche am nördlichen Ende des Hohnhorstweges freigegeben. Mit Landwirt Cord Molsen, der sein Grundstück an die Schrebergärtner verpachtet hat, und Peter Heinze, dem Vorsitzenden des Kleingartenvereins Feierabend und des Bezirksverbands Lehrte der Kleingärtner, setzte er auf dem frisch hergerichteten Gelände den symbolischen ersten Spatenstich.

„Jetzt sollen hier die Kleingärtner das Kommando übernehmen“, sagte Sidortschuk. Von den ersten Gesprächen bis zur Übergabe an den Bezirksverband habe es rund zwei Jahre gedauert. „Jetzt fehlen eigentlich nur noch die Stromverteiler“, erklärte Sidortschuk. Die Schrebergärtner müssen ihre Kolonie an den Hohnhorstweg verlegen, weil die Stadt am bisherigen Standort an der Manskestraße ein neues Wohngebiet errichtet. Für den Umzug haben die Laubenpieper nun einen Monat Zeit.

Auf der neuen Fläche ist Platz für 61 Parzellen. Sie sind zwischen 240 und 460 Quadratmeter groß und variieren preislich je nach Größe. Durchschnittlich müssen die Schrebergärtner für einen Garten jährlich zwischen 300 und 400 Euro bezahlen. Laut Heinze haben bisher fünf Laubenpieper Pachtverträge unterschrieben. „Aber wir haben viele Interessenten, die sich noch Bedenkzeit ausgebeten haben“, sagt Heinze. Die Wertermittlung für die alten Parzellen hätte eigentlich zum Mai oder Juni abgeschlossen sein sollen, habe sich aber bis in den September hingezogen. Einige der bisherigen Feierabend-Kleingärtner seien aber auch zu anderen Kleingartenvereinen gewechselt.

Das neue Vereinsheim soll an der nördlichen Spitze der Ersatzfläche entstehen. Quelle: Katja Eggers

Die Stadt hat für den Umzug der Kolonie insgesamt eine Summe von etwa 1 Million Euro veranschlagt. Darin enthalten sind die Herrichtung der Ersatzfläche samt ihrer Wege und des Parkplatzes, eine Umzäunung der Kolonie, der Bau eines neuen Vereinsheims und rund 400.000 Euro Entschädigungsgelder für die Kleingärtner, die den Umzug mitmachen. Darüber hinaus finanziert die Stadt den Bau von zwei Musterlauben, die von Pächtern gegen eine Ablösesumme übernommen werden können.

„So mancher wird jetzt vielleicht sagen, dass man 1 Million Euro doch auch anderweitig investieren kann“, sagte Sidortschuk. Die Summe zeige aber, wie hoch der Druck auf die Stadt sei, in Lehrte Wohnraum anzubieten. „Die Nachfrage ist riesengroß, und ein Alternative zur Fläche an der Manskestraße gibt es derzeit nicht“, betonte Sidortschuk. Er hob zudem hervor, dass der Umzug des Kleingartenvereins auch bundesweit für Interesse sorgt. „Dass eine ganze Gartenkolonie erfolgreich umgesiedelt wird, hat es in den letzten Jahren in Niedersachsen nicht gegeben“, betonte der Bürgermeister. Beim Seminar des Landesverbandes Niedersächsischer Gartenfreunde, das vom 9. bis 11. November in Lehrte über die Bühne geht, wird über das Thema daher umfangreich referiert.

Von Katja Eggers

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