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Lehrte Ministerpräsident sieht sich Eisenzeithaus an
Aus der Region Region Hannover Lehrte Ministerpräsident sieht sich Eisenzeithaus an
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00:18 14.09.2017
Von Achim Gückel
Chrtistian Helmreich, Betreiber des Naturfreundehaus Grafhorn (von links), erläutert Ministerpräsident Stephan Weil die Pläne für das Naturfreundehaus. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch und die Landtagskandidatin Thordies hanisch hören zu.Christian Helmreich (von links), Betreiber des Naturfreundehauses Grafhorn, hat Ministerpräsident Stephan Weil, dem SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch und Landtagskandidatin Thordies Hanisch seine Pläne für die Erweiterung des Gebäudes skizziert. Quelle: Achim Gückel
Grafhorn/Burgdorf/Lehrte

Das weit und breit einmalige Eisenzeithaus in Grafhorn ist in den vergangenen Jahren dank Finanzspritzen der Bundesstiftung Umwelt und der Region Hannover von jeweils 150.000 Euro entstanden. Doch Christian Helmreich, Betreiber des Naturfreundehauses Grafhorn, hat die Pläne für ein noch weitaus größeres Projekt in der Tasche. Er möchte den alten Gebäudekomplex entkernen, sanieren und ein neues Gebäude in Holzbauweise anbauen, das für gut 60 Betten Platz bietet. Kostenpunkt: rund 4,1 Millionen Euro. Dieses Vorhaben skizzierte Helmreich am Montagnachmittag dem Ministerpräsidenten sowie dem Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch. Das Naturfreundehaus in seiner jetzigen Ausstattung und Bausubstanz aus den Zwanzigerjahren sei indes "nicht zukunftsfähig", sagte Helmreich.

Weil gab zu, noch nie in Grafhorn gewesen zu sein. Auch das Eisenzeithaus war ihm noch unbekannt. Umso beeindruckter war der Ministerpräsident über die Bemühungen Helmreichs, Grafhorn zur Natur- und Kulturhistorischen Bildungs- und Begegnungsstätte zu machen. Er unterhielt sich in dem Gebäude, das einen Einblick ins Leben der hiesigen Menschen vor rund 2500 Jahren gewährt, auch ausgiebig mit dem 82-jährigen Immenser Heimatforscher und Hobbyarchäologen Irmfried Heinecke, der große Mengen von historischen Funden gemacht hat.

Für die Finanzierung des Anbaus am Naturfreundehaus regte Weil an, entsprechende Anträge an die Sozialministerien in Land und Bund zu stellen. Diese könnten möglicherweise jeweils ein Drittel der Finanzierung übernehmen. Aber auch für das letzte Drittel reicht das Finanzpolster der Naturfreunde Niedersachsen nicht aus. Miersch regte an, unter anderem die Region Hannover zur Finanzierung mit ins Boot zu holen. Das Naturfreundehaus habe dank des Eisenzeithauses ein "Alleinstellungsmerkmal" in der Region und darüber hinaus zu bieten, sagte Miersch. Helmreichs Pläne unterstützt er.

Zuvor hatte Weil sich die neue Geschäftsstelle von HAZ und NP in Burgdorf angesehen und bei Thorsten Schirmer, Regional-Verlagsleiter der Madsack Mediengruppe, Informationen über die dortigen Dienstleistungen geholt. Am späten Nachmittag war der Ministerpräsident dann beim SV 06 Lehrte zu Gast, wo er sich unter anderem mit Vereinschef Ulf Meldau unterhielt. Dabei ging es insbesondere um die mehrfach preisgekrönte Integrations- und Inklusionsarbeit des Fußballklubs und dessen selbst errichtete Soccerhalle. Weil hatte darüber hinaus angekündigt, bei einer Trainingseinheit einer Jugendmannschaft dabei zu sein.

Der Großbrand bei der Recyclingfirma Timberpak am Sonnabend hatte Auswirkungen über die Stadt hinaus: Weil offenbar Gaffer am Gleisbett filmten, mussten im Bereich Lehrte auf Anordnung der Bundespolizei zwischen 19.16 und 20.07 Uhr viele Züge umgeleitet werden.

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