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Lehrte Nach dem Streik vermüllt die Lehrter Innenstadt 
Aus der Region Region Hannover Lehrte Nach dem Streik vermüllt die Lehrter Innenstadt 
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00:38 23.03.2018
Nach dem Streik der aha-Müllwerker in der vergangenen Woche türmen sich die nicht abgefahrenen und mittlerweile aufgerissenen Müllsäcke wie hier an der Burgdorfer Straße. Quelle: Sandra Köhler
Lehrte

 Der von der Gewerkschaft Verdi veranlasste Streik im öffentlichen Dienst am vergangenen Donnerstag ist zwar vorbei, hat aber in Lehrte unschöne Spuren hinterlassen. Denn weil auch der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) bestreikt wurde, türmen sich im Stadtgebiet – wie etwa an der Burgdorfer Straße – seitdem Berge aus nicht abgeholten Müllsäcken. Wohl in der Annahme, die ausgefallene Tour werde am kommenden Tag nachgeholt, haben offenbar viele Lehrter ihren bereitgestellten Unrat nicht wieder in die Häuser geholt, sondern einfach stehen lassen.

Davon jedoch werden Tiere wie Krähen, Katzen und womöglich auch Ratten angelockt, die in den Essensresten leichte Beute und schnelle Nahrung wittern. Entsprechend unappetitlich gestaltet sich die Optik der Straßen: Viele graue Restmüllsäcke sind aufgerissen, halb abgenagte Knochen sowie andere Essensreste verteilen sich über die Bürgersteige. Doch der nächste reguläre Abholtermin für den Restmüll ist erst am 29. März – also in mehr als einer Woche. Nur die ebenfalls noch allenthalben herumliegenden Wertstoffsäcke für Papier und Plastik werden am Donnerstag abgeholt.

Aha-Sprecherin Helene Herich teilte auf Nachfrage mit, dass sowohl ihr Unternehmen als auch Verdi rechtzeitig über den anstehenden Streik informiert haben, und sich die meisten Bürger auch entsprechend verhalten hätten. „Sollten sie ihren Müll dennoch an die Straße gestellt haben, bittet aha darum, ihn wieder hereinzuholen und ihn bei der nächsten regulären Abfuhr wieder bereitzustellen“, appelliert Herich. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht habe aha aber auch am Tag des Warnstreiks Gefahrenstellen entfernt. Die ausgefallene Entsorgung  werde spätestens bei der nächsten planmäßigen Abfuhr in vollem Umfange nachgeholt. Aber anders als bei Feiertagen gebe es keinen festen Nachholtag. „Spätestens beim nächsten Abholtag wird alles mitgenommen sein“, verspricht Herich

Stadtsprecherin Nele Domin bestätigt, dass der zuständige Fachdienst Ordnung im Bilde über die Problematik sei. „Um solche Zustände zu vermeiden, hatten wir ja direkt zum Streik eine Pressemitteilung herausgegeben, mit der Bitte, dass die Bürger ihren Müll wieder hereinnehmen.“ Dem seien auch viele gefolgt. Andererseits seien die Kollegen des Fachbereichs Ordnung in der Tat zuständig, „sobald es gefährlich wird“. 

Ds heißt: Wenn die Mitarbeiter von Bürgern hörten oder selbst bei der Fahrt durch die Stadt sähen, dass es an einigen Stellen zu schlimm zugehe, würden sie entsprechend eingreifen. „Es ist aber nicht unsere Aufgabe, die komplette Abfuhr zu übernehmen“, betont die Stadtsprecherin. Denn neben den Müllverursachern seien schließlich auch die Grundstückseigentümer dafür verantwortlich, für Sauberkeit zu sorgen. 

Von Sandra Köhler

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