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Lehrte Alleinerziehende haben viele Fragen
Aus der Region Region Hannover Lehrte Alleinerziehende haben viele Fragen
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00:43 09.06.2018
Dirk Rentz, Berater beim Jobcenter Lehrte, und Elke Heinrichs, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, beraten über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und informieren über vorhandene Teilzeitjobs. Quelle: Sandra Köhler
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Lehrte

„Alleinerziehend, aber nicht allein gelassen“: Unter diesem Motto präsentierte sich das Netzwerk für alleinerziehende Eltern am Fachwerkhaus im Lehrter Stadtpark. „Wir wollen zeigen, welche Beratungsangebote es für Alleinerziehende gibt, und Eltern Wege aufzeigen, wie sie sich weiterbilden und in den Beruf einsteigen können“, benannte Jennifer Glandorf, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sehnde, Schwerpunkte.

Dazu hatten Elke Heinrichs, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beim Jobcenter Region Hannover, und Dirk Rentz, Berater beim Jobcenter Lehrte, viele Informationen parat. „Wir haben diejenigen eingeladen, die Familie haben und für die Ausbildung, Umschulung und Wiedereinstieg ein Thema sind“, sagte Rentz. Es gebe durchaus Teilzeitstellen im Vormittagsbereich, sagte Heinrichs, Ideengeberin der Veranstaltung: „Grundsätzlich erleben wir, dass Firmen immer offener sind für Menschen mit Familie.“ Deshalb ermutige sie Klienten auch, sich auf in Vollzeit ausgeschriebene Plätze durchaus initiativ zu bewerben –mit der Anfrage auf eine Teilzeitstelle. Auch wenn aktuell in Lehrte und Sehnde nur sechs Bürokaufleute und sieben Helfer in der Reinigung gesucht werden: Ein Blick über die Kommunengrenzen hinaus lohnt sich. Zwanzig Kilometern weiter entfernt sind es bereits 18 Bürohilfen, 173 Bürokaufleute, 73 Reinigungshelfer und 34 Gebäudereiniger.

„Eine Hand im Rücken, die stützt“ benötigten viele Alleinerziehende, sagte Fokkeline Beerbaum-Velinga, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lehrte. Das Netzwerk sorge dafür, dass sie sich diese Hilfe nicht allein suchen müssten. „Es ist gut, dass wir so eng vernetzt sind“, pflichtete ihr Brigitte Mende von der Frauenberatungsstelle der AWO bei: „Da können wir die Menschen gleich an die richtige Stelle weiterleiten.“ Während bei ihr konkrete Fragen nach Trennung und Unterhalt aufkamen, präsentierten Franziska Wienbrügge und Daniel Stumpf vom Lehrter SV Kindersportschule und Kinderbetreuung. Marion Skubowius, Leiterin der Oskar-Kämmer-Schule, informierte über Weiterbildung und die Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz. Und bei Kerstin Bartling und ihrer Kollegin Shahrzad Saffar von der Familien- und Erziehungberatungsstelle freuten sich Farsi sprechende Eltern, dass sie Anliegen ohne Kommunikationsprobleme loswerden konnten.

„Ich brauche eine Wohnung“, hieß es bei Grit Schiller und Alryn Zarske von der Diakonie Hannover-Land. „Es gibt zu wenig sozial geförderte Wohnungen“, machte Schiller deutlich: „Von einer Familie in Trennung werden häufig zwei Wohnungen benötigt: Eine Singlewohnung und eine kleinere, die der Elternteil, bei dem die Kinder bleiben, auch bezahlen kann.“ Wunder könne die Diakonie nicht bewirken. Aber: „Wir motivieren, dranzubleiben und die Suche breit zu streuen. Und wir vermitteln, wenn es Probleme mit dem Vermieter gibt.“

Von Sandra Köhler

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