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Lehrte Autohändler muss Platz deutlich verkleinern
Aus der Region Region Hannover Lehrte Autohändler muss Platz deutlich verkleinern
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15:27 04.11.2018
Aktuell gibt es keine Verkehrsprobleme an der Straße Zur Kreuzeiche, an dessen Ende im Hintergrund der Lagerplatz liegt - wie lange, wissen die aber Anwohner nicht. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Aligse

 Das Unternehmen CAT Germany beschäftigt nach wie vor den Ortsrat Aligse-Kolshorn-Röddensen. Der Autohändler hat am Ende der Straße Zur Kreuzeiche einen Lager-, Umschlag- und Abstellplatz für Fahrzeuge. Die Nutzung des Grundstücks uferte vor zwei Jahren jedoch aus, weil der Eigentümer die Straße statt für sogenannte Überführungsfahrten auch als zusätzlichen Lagerplatz nutzte – was bei Anwohnern auf heftige Kritik gestoßen war. Dem folgte ein zweijähriger Streit mit der Stadt Lehrte. Über das Ergebnis der mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover hat die Verwaltung jetzt den Ortsrat informiert: Demnach sieht das Gericht einen Bestandsschutz für den Lagerplatz – dieser müsse jedoch um ein Drittel reduziert werden. Das Verwaltungsgericht schlug deshalb einen Vergleich vor, dem beide Parteien zugestimmt haben.

Im Ortsrat kommt das teils gar nicht gut an. „Das Ergebnis ist nicht bürgerfreundlich“, resümiert Ortsbürgermeister Frank Seger. Man habe deshalb die Verwaltung um eine detaillierte Erklärung gebeten. Denn damals seien dort verbotenerweise gebrauchte Fahrzeuge an- und verkauft worden, ergänzt Ortsratsmitglied Gaby Hesse (SPD), die zudem Sprecherin einer Initiative der Anwohner ist: „Für mich ist es ein Rätsel, wie die Stadt den Vergleich eingehen konnte.“

Derzeit ruht der Betrieb

Die Straße Zur Kreuzeiche sei als reines Wohngebiet ausgewiesen und lasse gewerbliche Tätigkeiten rechtlich nicht zu. Hesse verglich die gerichtliche Einigung mit einem „Kuhhandel“ und kritisierte: „Das ist ein faules Ei.“ Sie räumte ein, dass aktuell kein Betrieb auf der Fläche an der Straße Zur Kreuzeiche herrsche – doch wie lange, sei ungewiss. Dennoch stelle der Autohändler für alle Bewohner eine Einschränkung der Lebensqualität dar. Das größere Betriebsareal liegt allerdings zwischen der B 443 und der Eisenbahnstrecke Lehrte-Celle, die Zufahrt erfolgt über den Reuschenweg.

Aktuell ruht der Betrieb auf dem Gelände der Firma CAT: Das Areal soll laut Gerichtsurteil um ein Drittel zurückgebaut werden. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Die Anwohner hatten über Verkehrsbelästigungen sowie über voll mit Autos beladene Sattelschlepper geklagt, die Tag und Nacht beide Seiten der Straße zuparkten. Daraufhin stellte die Stadt Schilder mit einem Verbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen auf. Das zusätzliche Problem: Die Straße war für den Schwerlastverkehr nicht ausgebaut. Der nicht befestigte Seitenstreifen wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Zudem schimpften Anlieger über Müll und anderen Unrat entlang der Straße. Da die Verkehrszeichen von den Lastwagenfahrern nicht beachtet wurden, setzte die Stadt schließlich Betonringe am südlichen Fahrbahnrand, um die Durchfahrt und das Parken der Lastwagen zu unterbinden – mit Erfolg.

In einem weiteren Schritt untersagte die Verwaltung der Firma vor zwei Jahren schließlich die weitere Nutzung des Umschlag- und Abstellplatzes. In der Begründung hieß es, für den Lagerplatz existiere keine Baugenehmigung. Die Firma CAT Germany legte daraufhin gegen diese Verfügung Widerspruch ein. Diesen Widerspruch hatte die Region Hannover zurückgewiesen, woraufhin das Unternehmen Klage beim Verwaltungsgericht Hannover erhoben hatte.

Das Gericht hat jetzt festgestellt, dass es in den Sechzigerjahren, als der Lagerplatz vom Voreigentümer beantragt worden war, keiner Baugenehmigung bedurft habe. Weil die Einfriedung des Platzes vom Landkreis Burgdorf als damals zuständiger Bauaufsichtsbehörde genehmigt worden sei, genehmigte das Gericht den weiteren Betrieb. „Das Urteil steht“, sagte Hesse auf Anfrage. Die Anwohner müssten nun überlegen, wie es weitergehen solle.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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