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Lehrte Der Kampf um das Klinikum flammt neu auf
Aus der Region Region Hannover Lehrte Der Kampf um das Klinikum flammt neu auf
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00:18 23.06.2018
Der Lehrter Rat soll eine Resolution zum Erhalt des Klinikums verabschieden. Quelle: Achim Gückel
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Lehrte

Der politische Kampf um die Zukunft des Klinikums an der Manskestraße geht in eine neue Runde. Der Rat der Stadt soll in seiner Sitzung am Mittwoch, 27. Juni, eine Resolution zum Erhalt des Krankenhauses verabschieden. Das ist der Wunsch der Ratsmehrheit aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Linken. Und auch aus dem Lager der Christdemokraten gibt es ein klares Bekenntnis zum Klinikum in Lehrte. Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Regionsfraktion und Lehrter, fordert die Einhaltung der politischen Beschlüsse zum Erhalt des Hauses.

Hintergrund für die Vorstöße sind aktuelle Entwicklungen in der Landespolitik. Bei den Experten im Krankenhausplanungsausschuss des Landes waren die Pläne des Klinikums Region Hannover (KRH) für die Standorte in Lehrte und Großburgwedel unlängst durchgefallen. Diese Pläne sahen für Lehrte Modernisierungen und den Ausbau einer altersmedizinischen Abteilung vor. Das Gremium forderte indessen eine stärkere Konzentration der Kliniken im Osten der Region, was die Schließung in Lehrte bedeuten würde.

Das wollen Lehrtes Politiker nicht mit sich machen lassen. Mit ihrer Resolution will die Ratsmehrheit die Regionsversammlung und den Regionspräsidenten Hauke Jagau auffordern, an der Lösung mit zwei Standorten festzuhalten und die Arbeiten daran fortzusetzen. KRH und Region sollen die Gespräche mit dem Landessozialministerium mit dem Ziel fortsetzen, die Weiterentwicklung des Klinikums in Lehrte und den Neubau des Klinikums in Burgwedel zu erreichen. „Der Rat erwartet, dass die Region Hannover die Zukunft des Standorts Lehrte nicht an finanziellen Erwägungen scheitern lässt“, heißt es in der zur Abstimmung vorgelegten Resolution weiter. Das sei im Sinne der Bürger, und nur so werde die Region als Träger der medizinischen Versorgung „vor Ort“ weiterhin gerecht.

Schlossarek veröffentlicht in einer Presseerklärung ebenfalls klare Worte: „Der politische Beschluss, dass die Krankenhausstandorte Lehrte und Burgwedel erhalten bleiben, ist nach wie vor gültig“, heißt es darin. Schlossarek erinnert auch daran, dass der im März 2016 gefasste Beschluss der Regionsversammlung zur Medizinstrategie und die entsprechenden Festlegungen im Koalitionsvertrag von CDU und SPD Bestand hätten. Für die CDU-Fraktion sei diese Festlegung jedenfalls ein Baustein, um auch künftig gut erreichbare, qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung im Osten der Region vorzuhalten.

Möglicherweise müsse die KRH-Geschäftsführung ihren Förderantrag beim Land aber nochmals modifizieren, um die Chancen der Finanzierung zu erhöhen, meint Schlossarek. Die ablehnende Haltung des Verbandes der Ersatzkassen, der sich gegen zwei Krankenhausstandorte ausspricht, nennt der Christdemokrat indessen „schwierig“. „Hier wird Politik gemacht gegen Beschlüsse der demokratisch legitimierten Regionsversammlung, gegen das Klinikum und letztlich gegen eine große Anzahl von Bürgern“, sagt er. Das sei so nicht hinnehmbar.

Der Rat der Stadt Lehrte befasst sich mit der Resolution zum Klinikum in seiner Sitzung am Mittwoch, 27. Juni, ab 18 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum an der Burgdorfer Straße.

Von Achim Gückel

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