Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Lehrte Schulleiter senden Hilferuf an Politik
Aus der Region Region Hannover Lehrte Schulleiter senden Hilferuf an Politik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 28.03.2018
Auch das Gymnasium Lehrte hat sich der Kritik angeschlossen. Quelle: Schütz (Archiv)
Lehrte

 Mit einem „Hilferuf“ haben sich die Leiter aller Lehrter Schulen an die Fraktionen im Rat gewandt und deutliche Vorwürfe an die Stadt und Bürgermeister Klaus Sidortschuk gerichtet. Darin beklagen sie die „schlechte bzw. mangelnde Zusammenarbeit des Schulträgers mit seinen Schulen“ und fordern einen Paradigmenwechsel. „Wir fühlen uns in unserer Arbeit bei Weitem nicht ausreichend seitens des Schulträgers unterstützt und wertgeschätzt“, heißt es in dem Brief an die Parteien. Die CDU spricht unterdessen bereits von einer „Vertrauenskrise“ und fordert sowohl einen Aufschub in der Schulentwicklung als auch eine professionelle Vermittlung zwischen Schulleitungen und Rathausspitze.

Anlass für den Brandbrief war die Ablehnung von Sidortschuk, Schulbereisungen von gelungenen Schulneubauten etwa in München zu genehmigen. Dies hatten sich die Schulleiter des Gymnasiums, der IGS und der Realschule gewünscht, die von Sanierung und Neubau ihrer Einrichtungen in der Schulentwicklung in Lehrte-Mitte und Lehrte-Süd betroffen sind. „Es gibt auch gelungene Beispiele in der Nähe“, hält dem Sidortschuk entgegen. Etwa in Bremen, Zeven, Hamburg, Wolfsburg, Braunschweig und sogar Sehnde. Mit öffentlichem Geld für Schulbereisungen müsse man sparsam umgehen. Den Brief öffentlich gemacht zu haben, empfindet Sidortschuk nach eigener Aussage als schlechten Stil.

Die Ablehnung des Bürgermeisters war offenbar der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Die Schulleiter vermissen demnach, bei Entscheidungen nicht frühzeitig und umfassend eingebunden zu werden. Diese würden ihnen vorgesetzt, Vorstellungen und Wünsche gar nicht erst erfragt oder ohne einleuchtende Argumentation „abgebügelt“. Oft würde sie wochen-, monate- und zum Teil auch jahrelang hingehalten. „Eine Haltung des Schulträgers, insbesondere in Person der führenden und Leitlinien vorgebenden Kraft des Bürgermeisters, Dienstleister für die Lehrter Schulen zu sein, die einen wesentlichen Faktor im Rahmen einer familienfreundlichen Infrastruktur Lehrtes bilden, ist nicht zu erkennen“, schreibt Silke Brandes, Leiterin des Gymnasiums, im Namen aller Schulleiter. Sidortschuk kann den Vorwurf der schlechten Zusammenarbeit nicht nachvollziehen: „In vielen Bereichen funktioniert das gut.“ Der Brief sei zu pauschal. Das wolle er nun in einem von ihm angebotenen Gespräch erörtern.

Die CDU auf der Oppositionsbank spricht dagegen von einer „Vertrauenskrise“ zwischen Schulen und Rathaus sowie Bürgermeister und fragt sich, warum die Stimmung „dermaßen vergiftet“ sei, obwohl der Rat Millionensummen für Schulneubauten bewilligt habe. „Aus unserer Sicht führt ursächlich der Schlingerkurs bei der Schulstrukturplanung ins Chaos“, sagt Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. Die Stadt verzettele sich mit Elternbefragungen, Auswertungen, der Organisation von Info-Abenden und Standortwechseln, während die eigentliche Arbeit liegen bleibe. „Es fehlt ein vernünftiges Schulkonzept“, resümiert Deneke-Jöhrens.

Von Oliver Kühn

Mit einem Internationalen Frauenfest sind die Sehnder Frauenkulturtage zu Ende gegangen. Mitveranstalter war neben den Gleichstellungsbeauftragten der Frauenverband Selimiye Moschee Lehrte.

28.03.2018

In Ahlten und Röddensen war am Wochenende großer Frühjahrsputz angesagt: Etliche Freiwillige haben sich daran beteiligt und die Feldmark von allerlei Unrat befreit.

28.03.2018

Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag zwei BMW aufgebrochen und hochwertige Elektronik wie Radio und Navigationsgerät sowie Xenonscheinwerfer ausgebaut. Der Schaden liegt bei mehr als 6000 Euro.

28.03.2018