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Lehrte Frauen lassen Männer und Kinder zu Hause
Aus der Region Region Hannover Lehrte Frauen lassen Männer und Kinder zu Hause
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00:31 28.03.2018
Beim Essen kommt man sich näher. Quelle: Susanne Hanke
Köthenwald

Einmal die Männer und Kinder zu Hause lassen: Das durften die Frauen beim Internationalen Frauenfest, das zum Abschluss der dreiwöchigen Sehnder Frauenkulturtage stattfand – nach einer Pause von fünf Jahren erstmals wieder. Das bunte Fest im Dorff-Gemeinschaftshaus in Köthenwald wurde zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten aus Sehnde und Lehrte sowie dem Frauenverband Selimiye Moschee Lehrte organisiert. „Wir wollen verschiedene Kulturen und Frauen ins Gespräch bringen“, sagt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Jennifer Glandorf.

Denn Frauen seien wichtige Träger der Integration, und bei einem fröhlichen Fest könne man Menschen am besten zusammen bringen. Glandorf freute sich besonders, dass man zusammen mit dem Arbeitskreis Frauen für Sehnde nach der langen Pause von fünf Jahren zum ersten Mal wieder so ein Fest auf die Beine habe stellen können. Für einen schwungvollen Auftakt sorgte dabei die ADTV-Tanzschule „Wir tanzen“ aus Sehnde. Mit einer fetzigen Choreografie zu einem Lied aus dem Film „Bibi und Tina“ starteten die jüngsten Tanzmitglieder, während die Teenager mit viel Spaß ihre Hip-Hop-Performance auf die Bühne brachten.

Richtig angefeuert wurde die Party aber von der temperamentvollen Zumba-Darbietung der Frauengruppe der Tanzschule. Vorher griffen die Frauen zu den vielfältigen Köstlichkeiten des Büfetts, das vom Frauenverband der Selimiye Moschee Lehrte zubereitet wurde. Nach dem vielseitigen Programm der Frauenkulturtage, das vom Frauenfrühstück, Vorträgen, Kinoabend und Kabarett bis zum Sektempfang reichte, bildete das Fest einen lebendigen Schlusspunkt.

Rückblickend sei der gemeinsame Filmabend im Anderen Kino in Lehrte, der die amerikanische Filmbiografie „Hidden Figures“ zeigte, sehr gut angekommen, zog Glandorf Bilanz. Sie hatte diesen Kinoabend zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten Fokeline Beerbaum-Vellinga aus Lehrte zum ersten Mal in das Kulturprogramm aufgenommen. „Das werden wir auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederholen“, so Glandorf. Auch die Lesung von Birgit Honé, Niedersachsens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, kam beim Literaturcafé der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen gut an. 

Enttäuscht sei sie allerdings von der geringen Resonanz auf das Frauenkabarett „Schneewitchen ist tot“ von Anne Piechota gewesen, das der Kulturverein Sehnde organisiert hatte. Immer ein Dauerbrenner aber sei das Frauenfrühstück der Landfrauen. „Wir haben inzwischen ein breites Netzwerk aufgebaut, und es engagieren sich jedes Jahr sehr viele ehrenamtlich“, freute sich Glandorf.

Von Susanne Hanke

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