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Lehrte Antikriegshaus eröffnet Friedensdekade
Aus der Region Region Hannover Lehrte Antikriegshaus eröffnet Friedensdekade
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12:18 09.11.2018
Im Antikriegshaus ist am Sonntag das Stück „Das Boot ist voll" zu sehen. Quelle: Archiv
Lehrte

Im Antikriegshaus ist zur Eröffnung der Friedensdekade am Sonntag, 11. November, das Theater in der List Hannover zu Gast. Es zeigt ab 16 Uhr das Stück „Das Boot ist voll“, in dem es um das Schicksal von Flüchtlingen, soziale Verantwortung sowie um Werte und Widersprüche unserer Zeit geht. Bereits um 14.30 Uhr wird die Friedensdekade, die unter dem Motto „Krieg 3.0“ steht, mit einem vom Team Nagelkreuzzentrum unter der Leitung von Gisela Fähndrich gestalteten Gottesdienst eingeläutet. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen im Antikriegshaus.

In „Das Boot ist voll“ geht es um die italienische Insel Lampedusa, vor der am 3. Oktober 2013 ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter sinkt. 366 Menschen, die vor Krieg und Armut flohen und voller Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa waren, ertrinken. Die Bewohner der Insel werden plötzlich mit der Rettung und dem Tod von Flüchtlingen konfrontiert. Diese unfreiwillig übernommene Rolle verändert ihr Leben und, zumindest teilweise, ihre Ansichten.

Am Beispiel von Vito, der eine Eisdiele auf Lampedusa betreibt, erlebt das Publikum die Auseinandersetzung mit der Katastrophe und ihre noch nach Jahren spürbaren Folgen. Mitleid und Empathie, Zorn und Ohnmacht, aber auch Hoffnung und Menschlichkeit prägen das Stück. Es ist die Geschichte einer Auseinandersetzung soziale Verantwortung, Werten und Widersprüchen und damit Teil einer hochaktuellen Debatte.

Das Stück lehnt sich thematisch und inhaltlich an die erfolgreiche szenische Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“ an, die der Autor mit einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe aus Hannover seit 2014 bundesweit präsentiert hat. Das Stück geht jedoch über die Grenzen einer eher dokumentarischen Beschreibung hinaus und ermöglicht einen neuen Blick auf die gesellschaftlichen Folgen der Flüchtlingsbewegung. Der Eintritt zur Theateraufführung ist frei.

Von Patricia Oswald-Kipper

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