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Lehrte Die Stadt hisst Israels Flagge
Aus der Region Region Hannover Lehrte Die Stadt hisst Israels Flagge
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00:27 11.06.2018
Kay Schweigmann-Greve, Peter Düe, Dündar Kelloglu und Klaus Sidortschuk hissen die Israel-Flagge vor dem Rathaus. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Die CDU-Ratsfraktion hatte sich diese Geste schon vor gut einem Monat gewünscht: Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels sollte die Flagge mit dem Davidstern vor dem Lehrter Rathaus aufgezogen werden. Nicht allein wegen des Jahrestages, sondern auch um ein symbolisches Zeichen gegen Antisemitismus und für die Verbundheit mit Israel zu setzen. Dazu kam es im Mai jedoch nicht. Stattdessen hat Bürgermeister Klaus Sidortschuk jetzt die Israel-Flagge vor dem Rathaus gehisst –und zwar nicht allein aus den von den Christdemokraten angeführten Gründen, sondern weil am 13. Juni ein angesehener israelischer Journalist in der Städtischen Galerie zu Gast sein wird. Gil Yaron spricht dort ab 20 Uhr über das Thema „Nicht mehr nur ein Traum – 70 Jahre Israel: Entwicklung und Perspektiven“.

Hilfe bekam Sidortschuk beim Hissen der Flagge reichlich: Mit dabei waren Dündar Kelloglu, Vorsitzender des Lehrter Präventionsrats, CDU-Ratsherr Peter Düe sowie Kay Schweigmann-Greve, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover. Für Letzteren ist der Besuch Yarons in Lehrte etwas ganz Besonders. Vom 5. bis 13. Juni besucht der Journalist und freie Korrespondent einer ganzen Reihe deutscher Zeitungen nur fünf Städte in Niedersachsen. Den Abschluss macht dabei Lehrte. Zum Thema Nahost veröffentlichte Yaron mehrere Bücher, darunter einen historisch-politischen Stadtführer über Jerusalem.

Sidortschuk erläuterte indes, wieso das Hissen der israelischen Flagge nicht schon zum 70. Jahrestag der Staatsgründung am 14. Mai möglich war. „Es gibt kein Verbot, die Flagge zu hissen, aber dieser Akt sollte stets in einem Bezug stehen“, sagt er. Der 70. Jahrestag allein sei kein ausreichender Anlass gewesen. Nun diene der symbolische Akt auch als Werbung für die Lesung. Und diese sei sehr wertvoll, meint Kelloglu. „Es ist wichtig, aus erster Hand etwas über die Lage in Israel zu erfahren“, meint er und erinnert daran, dass Gil Yaron ein „kritischer Zeitgeist“ und Israel der „einzige wirklich funktionierende Rechtsstaat“ in der Region des Nahen Ostens sei.

Der Eintritt zur Lesung von Gil Yaron in der Städtischen Galerie an der Zuckerpassage am 13. Juni ist frei. Sie beginnt um 20 Uhr.

Von Achim Gückel

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