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Neustadt Bürgermeister Sternbeck besucht Averhoy
Aus der Region Region Hannover Neustadt Bürgermeister Sternbeck besucht Averhoy
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00:50 28.04.2018
Grundstücksbesitzerin Heike Hanebuth ärgert sich über fehlende Ausweisungen von Bauland im Ort. Quelle: Benjamin Behrens
Averhoy

 Langsames Internet, zu schnelle Autos, fehlender Baugrund – das sind offenbar die größten Probleme, die den Averhoyern unter den Nägeln brennen. Zum Auftakt der Sommertour machten sich am Dienstag 18 (von insgesamt rund 85) Einwohner mit Bürgermeister Uwe Sternbeck auf den Spaziergang durch Neustadts kleinstes Dorf. 

„Ich finde es schön, dass sie alle hergekommen sind“, begrüßt Bürgermeister Uwe Sternbeck die Averhoyer. Immer wieder übertönen laute Motorengeräusche Sternbecks Worte. Die Averhoyer Straße/Landesstraße 193 ist stark befahren, und vom Gas gehe kaum ein Fahrer, wenn er durchs Dorf kommt, kritisieren die Einwohner. „Die Region hat eine Übertretungsquote von 94 Prozent festgestellt“, sagt Heike Hanebuth. Sie und ihre Nachbarn wollen, dass die Stadt etwas dagegen tut. 

Langsam und instabil sind hingegen die Internetleitungen. „Wir brauchen Glasfaser mit Verbindungen, wie es heute üblich ist“, wünscht sich Lena Starcke. Im Moment versorgt ein Funkmast des Anbieters Northern Access den Ort. Bis Ende 2018 soll der Ort ans Glasfasernetz angeschlossen werden, wie Northern Access auf seiner Internetseite schreibt. „Die Telekom hält es nicht für nötig, Averhoy selbst zu versorgen, nicht mal mit Fördergeld“, ärgert sich Mike Karok. 

Bürgermeister Sternbeck bedankte sich für Rückmeldung. „Ortsdurchfahrten sind mit 50 befahrbar, ich finde es falsch“, sagt Sternbeck. Ein mobiler Blitzer sei eine Möglichkeit, Raser auszubremsen. „Wir werden noch dieses Jahr ein eigenes Gerät anschaffen.“ Auch ein Schild am Ortseingang, dass vor Radarkontrollen warnt, ist eine angedachte Option. Was den Ausbau der Glasfaser-Technik, verspricht Sternbeck, dass die Stadt im Kontakt mit Northern Access bleiben wird. „Wir werden die Augen offen halten.“ 

Auch den Status etlicher Grundstücke im Ort wird die Verwaltung überprüfen müssen: Sie seien einst als Bauland deklariert und sogar an das Kanalnetz angeschlossen gewesen, doch heute wolle niemand mehr etwas davon wissen, beklagten Grundstückseigentümer. Bis diese Frage geklärt ist, müssen sich gedulden, hieß es. Änderungen im Flächennutzungsplan und die jeweiligen Gelände würden in Augenschein genommen. „Wir prüfen das jetzt und werden eine Stellungnahme abgeben für den Ortsrat“, verspricht Stadtsprecher Stefan Bark. 

Von Benjamin Behrens

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