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Neustadt Matthias Höhn ist Neustadts Schützenkönig
Aus der Region Region Hannover Neustadt Matthias Höhn ist Neustadts Schützenkönig
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00:25 13.06.2018
Anke Bruns-Höhn (von links), Schützenkönig Matthias Höhn, sein Sohn Felix Höhn und Kommandeur Gunnar Körber jubeln im Bürgersaal. Quelle: Benjamin Behrens
Neustadt

Ein Wochenende lang war der Ausnahmezustand Schützenfest angesagt. „Wie sie unschwer erkennen können, haben wir einen neuen Schützenkönig“, rief Kommandeur Gunnar Körber. Matthias Höhn zog unter lautem Applaus und begleitet von der Bärenmusik in den Bürgersaal ein. „Mir schlottern die Knie“, sagte die sichtlich gerührte Majestät. Jens Schöne brachte es auf den zweiten Platz. Detlef Prüser sicherte sich Rang drei. Die Magistratscheibe ging an Andreas Battermann. Kinderkönig ist Malte Siebert.

Zwar sind die Umzüge am Sonnabend und Sonntag die klaren Höhepunkte, der Zapfenstreich am Freitag ist ebenfalls ein fester Bestandteil. Bereits weit vor dem für 22 Uhr angesetzten offiziellen Ausklang des Tages hatten sich Hunderte Menschen auf dem Marktplatz getroffen, um gemeinsam einen geselligen Abend zu verbringen. Mit einiger Verspätung, aber in bester Stimmung drehten die Musiker der Bärenmusik gegen 22.45 Uhr ihre letzte Runde um die Alte Wache, begleitet vom Applaus und den anfeuernden Rufen der Neustädter

Am Sonnabend marschierten die vier Kompanien der Schützengesellschaft Neustadt in Richtung der Feuerwache an der Lindenstraße – dem Startpunkt für den Umzug am Sonnabend. Die Gruppe Männer in Anzug und Zylinder lässt keinen Zweifel daran, zu welcher Kompanie sie gehören. „Die Vierte ist die Beste, die Beste auf der Welt. Die rote Rose leuchtet, sie ist für uns bestellt“, erklingt es vielstimmig. Dass die Kleiderordnung, zu ihr gehört auch eine Fliege in Kompaniefarbe, eingehalten wurde ist selbstverständlich.

Vor der Feuerwache lösten sich die Gruppen auf, die fröhliche Stimmung besserte sich noch durch kühle Getränke. In der Einfahrt neben dem Haus probten ein paar Trommler ein letzte Mal, bevor es ernst wurde. Die Leine-Garde ließ ihre Instrumente erklingen. Kommandeur Gunnar Körber blickte zur Uhr. „Wir sind ein bisschen spät dran. Alles gut“, sagte Körber. Die Kameraden aus dem Kommando haben kleine Fahnen mit Körbers Konterfei bedrucken lassen. Sie sind ein kleines Dankeschön für den Organisationsaufwand. Petra Köppel schwenkt ausgelassen eines der Fähnchen. Worauf sie sich am meisten freut? „Auf den ganzen Tag. Wir marschieren hinterher“, sagt Köppel.

Die Tour war in diesem Jahr etwas anders – der Anreiseverkehr zum Tag der Bundeswehr beansprucht die Wunstorfer Straße für sich. Im Entenfang stockte der Umzug kurz, ein Autofahrer hatte gehofft sich noch vorbeimogeln zu können. Oberkommissar Stefan Porscha und Kontaktbeamtin Pamela Hoffmann konnten die Lage schnell klären. Hoffmanns Vorgänger Karl-Heinz Gazioch war ebenfalls dabei, zum ersten Mal in Zivil.

Den ganzen Weg säumten Zuschauer, einige schwenkten Fahnen oder Pompoms in den Farben der Kompanien. Im Hof des Schlosses Landestrost machten die Marschierer Station. Jürgen Tahn vom Spielmannszug Veteranos hatte es sich an einem Tisch bequem gemacht. „Die neue Strecke ist okay, dann sehen mal andere Leute was. Kann so bleiben“, sagte Tahn. Wie die Schützen es schafften, aus dem fröhlichen Gewusel im Schlosshof so schnell wieder in Marschformation zu kommen, bleibt ihr Geheimnis. Das Überqueren der Leinebrücke markierte die Zielgerade. „Wollen wir noch die Gartenstraße und Wiesenstraße mitnehmen?“, fragte Hartmut Wagner, Hauptmann des Jäger-Corps. Nein – eine Erfrischung und etwas Schatten am Festplatz lockten zu sehr.

Traditionell führt der Schützenkönig den Umzug mit den Kranzdamen an. Matthias Höhn ging Arm in Arm mit seiner Tocher Luise. Zu diesem besonderen Tag, leisten sich die Kranzdamen neue Kleider – und so wurde der Umzug vom Schloss Landestrost zur Modenschau.

Von Benjamin Behrens und Mirko Bartels

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