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Neustadt Stadt prüft Auflagen für den Betrieb der Shisha-Bar
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00:35 24.03.2018
Erneuter Einsatz der Feuerwehr Neustadt am Wallhof: Kohlenmonoxid hat sich im Haus ausgebreitet. Quelle: Markus Holz
Neustadt

 Die Stadtverwaltung prüft, ob sie den Betrieb der Shisha-Bar am Wallhof unter besondere Auflage stellen muss und kann. Anlass sind zwei Feuerwehreinsätze am 13. und 20. März. Beide Male war im Gebäudekomplex am Wallhof/Wallstraße eine erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid festgestellt worden. Ursache waren der Betrieb der Wasserpfeifen in der Bar und das Erhitzen von Kohle in einem Kellerraum.

Am Dienstag war die Ortsfeuerwehr Neustadt gegen 19.30 Uhr mit fünf Fahrzeugen zum Wallhof ausgerückt. Messtrupps dokumentierten die Gaskonzentrationen. Sie werden der Stadtverwaltung gemeldet. Ursache waren die glühenden Kohlen in den Shisha-Pfeifen. Beim Einsatz am 13. März hatte der Betreiber der Bar Kohlen für die Shisha-Pfeifen in einem besonderen Ofen im Keller vorglühen lassen. Das Gas hatte sich im ganzen Haus ausgebreitet.

Kohlenmonoxid entsteht beim Verglühen der Kohle 

In den Shisha-Pfeifen werden Tabak oder andere Aromaträger nicht direkt verbrannt. Sie werden über glühender Kohle erhitzt. Der Rauch wird mit Wasser gekühlt. Das Risiko für Konsumenten liegt weniger im Rauch aus den Wasserpfeifen, sondern im Kohlenmonoxid. Es entsteht, genau wie bei einem Holzkohlegrill, beim Verglühen der Kohle. Man kann das Gas nicht schmecken oder riechen. Aber es gilt als extrem gesundheitsgefährdend, in hohen Konzentrationen ist es tödlich. Selbst geringe Dosen baut der menschliche Körper erst über Stunden wieder ab. Akute Kohlenmonoxid-Vergiftungen müssen in Druckkammern behandelt werden, um dem Körper das Gas zu entziehen und das Blut wieder mit Sauerstoff anzureichern. Symptome einer Vergiftung sind Benommenheit und Übelkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Ärzte fordern Melder

Das Problem ist bundesweit bekannt. Es tritt besonders im Winter auf, wenn Bar-Räume wegen kalter Außentemperaturen nicht ausreichend belüftet werden. Laut Stern-Online hat die Ärztekammer Nordrhein bereits Kohlenmonoxid-Melder als Pflichtgerät für jede Shisha-Bar gefordert.

Die Stadtverwaltung Neustadt prüft nach den beiden bekannten Vorfällen im März, ob sie Kohlenmonoxid-Melder zur Auflage machen kann. Die Bauordnungsabteilung  hatte den neuen Barbetreiber im Februar vorsorglich auf seine Pflichten hingewiesen und ihm die Kopie der Baugenehmigung geschickt. Mitarbeiter wiederholten dies am 16. März nach dem Vorfall am 13. März persönlich. An jenem Freitag hatten sie die Bar und die Kellerräume kontrolliert, „ohne dass ein Verstoß festgestellt werden konnte“, sagte Stadtsprecherin Pamela Klages am Mittwoch. „Das Ordnungsamt prüft jetzt, welche Schritte es gehen kann, um Gefahren für Bar-Besucher und Bewohner des Hauses zu verhindern.“ 

Zahnarzt sieht Gesundheit seiner Patienten bedroht 

Einem der praktizierenden Zahnärzte im Haus geht all das nicht schnell und nicht weit genug. Er hatte sowohl am 13., als auch am 16. und 20. März Stadtverwaltung beziehungsweise Feuerwehr verständigt. „An manchen Tagen merken meine Mitarbeiter, meine Patienten und ich, dass die Luft im Treppenhaus vergiftet ist, wenn wir nur die Praxistür öffnen“, sagt der Mediziner. Er behandle Kinder, Jugendliche, auch Schwangere. „Ich sehe in solchen Vorfällen eindeutig ein erhebliches gesundheitliches Risiko für meine Patienten“, sagt der Arzt.

Feuerwehr modernisiert ihre Internetseite

Die Ortsfeuerwehr Neustadt hat jetzt ihre Internetseite www.ff-neustadt.de modernisiert, weil sie die Öffentlichkeit besser erreichen will, vor allem die junge. „Wer Jugendliche erreichen will, kommt um einen zeitgemäßen Internetauftritt nicht herum“, schreibt Pressewart Gregor Wegerich.

Aus diesem Grund verfügt auch die Jugendfeuerwehr über eine eigene Website mit der Adresse www.jf- neustadt.de. Wegerich und Pressewart Stefan Wolf informieren über Einsätze und Technik und schreiben über den Gerätehausneubau. Besucher finden wichtige Termine, etwa zum Flohmarkt bei Famila am 1. Mai. Bei der Modernisierung hatte das Team Unterstützung von Schulz-Design in Laatzen.

Von Markus Holz

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