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Neustadt Mit Försterin Katharina Niebel im Waldrevier bei Eilvese
Aus der Region Region Hannover Neustadt Mit Försterin Katharina Niebel im Waldrevier bei Eilvese
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00:45 21.04.2018
Praktikantin Aleksandra Stanczak (links) und Katharina Niebel blicken sich zwischen Kiefern um. In dem Bereich soll nach den Sturmschäden aufgeforstet werden. Quelle: Benjamin Behrens
Eilvese/Mariensee

 „Es ist in diesem Jahr alles völlig durcheinander. Erst die Stürme. Und jetzt ist der Boden immer noch verdammt nass“, sagt Katharina Niebel. Die Försterin biegt mit ihrem Geländewagen auf einen Wirtschaftsweg in den Klostertann zwischen Eilvese und Mariensee ein. Der Wald gehört zu den niedersächsischen Landesforsten. Die 31-Jährige betreut 2450 Hektar Fläche Wald zwischen Wunstorf und Niedernstöcken, sowohl Staatswald als auch genossenschaftlicher Besitz. 

Die Sturmschäden sind noch nicht beseitigt

Während der wuchtige Geländewagen vorwärts rumpelt, schaut sich Niebel um, es sieht wüst aus. Das Aufräumen nach den Stürmen Xavier, Herbert und Friederike dauert an. „Wir haben gar nicht das machen können, was wir wollten. Der Wind schmeißt ja die Bäume dorthin, wo er will.“ Der Lärm von Kettensägen ist schwach zu hören. Ein Trupp Forstwirte ist dabei, zu fällen und umgestürzte Bäume zu zerlegen. Erst am Donnerstag wurde ein Waldarbeiter am Dammkrug bei Bordenau unter einem Baum schwer verletzt. „Es ist immer noch einer der gefährlichsten Jobs in Deutschland“, betont Niebel. Dem Kollegen gehe es den Umständen entsprechend. „Aber es wird eine Weile dauern, bis er wieder arbeiten kann“, bedauert Niebel.

Die Arbeit mit der Natur lässt sich nicht immer planen 

Die Arbeit mit der Natur lässt sich nicht immer planen. Aufgestapelt und von Planen und Tannenzweigen geschützt liegen junge Eichen. „Wir wollten eigentlich pflanzen, aber die Pflanztruppen sind nicht gekommen.“ Jetzt organisiert die Försterin schnell per Telefon ein Unternehmen, das die Setzlinge zumindest in die Erde bringt. Sonst würden sie austrocknen. Beim Telefonat wird klar: Für den Ersatztrupp sind Sprachkenntnisse gefragt. Die Arbeiter kommen aus Polen

Praktikantin Aleksandra Stanczak dürfte aushelfen können, die 23-Jährige hat polnische Wurzeln. „Dass das so hilfreich sein kann, war mir vorher nicht bewusst“, sagt Stanczak. Durch ein Praktikum im Landwirtschaftsministerium kam die Geographie-Studentin auf den Geschmack und bereitet sich jetzt auf den Berufsweg zur Försterin vor. 

Vielseitigkeit macht den Förster-Beruf aus

Die Vielseitigkeit macht den Beruf aus, sagt Niebel. Das spiegelt auch das Studium wieder: Chemie, Biologie, Forstrecht auf Landes- und Bundesebene, die Jagdausbildung und viel mehr kommen auch später im Job vor. „Alles ist zu seiner Zeit schön im Wald. Die Natur lässt sich immer was Neues einfallen“, sagt Niebel.  

Das Diensthandy klingelt – wieder und wieder. Mal will ein Kollege etwas absprechen, dann sucht die Försterin die „teilautonome Arbeitsgruppe“, so der Fachausdruck des Forstamts. In der Realität bedeutet es, dass die Försterin Jan Rache und Aiko Schwertner finden muss. Die beiden Forstwirte beenden ihre Mittagspause. „Ich entaste jetzt den Stamm“, sagt Rache, bevor er den Zweigen mit der Säge zu Leibe rückt. „Ihr kriegt nachher ein Eis“, verspricht Niebel bevor es weitergeht.

Von Benjamin Behrens

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