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Neustadt Viele schreiben an den Weihnachtsmann
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00:25 22.11.2015
Heidrun Schöneberg (von links), Heinz Oliwen, Bettina Joedicke, Jürgen Schart, Jean-Claude Cousin-Sauer, Rosemarie Nordmann und Gerda Glaß beantworten die Briefe, die aus der ganzen Welt ans Weihnachtspostamt Himmelreich geschickt werden. Quelle: Doepke
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Neustadt

Mal sind sie niedlich, rührend oder lustig, mal traurig oder melancholisch - die Briefe an das Weihnachtspostamt Himmelreich. Langsam trudeln immer mehr Umschläge mit Schreiben aus aller Welt bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern ein. Wie der Brief von Paul. Der Fünfjährige hat keinen Wunschzettel geschickt. Er möchte dem Weihnachtsmann nur eine frohe Weihnacht wünschen und wissen, ob dieser seine Rentiere lieb hat und sie manchmal streichelt.

Viele Briefe kommen auch von Erwachsenen, die sich über eine Antwort oder die Briefmarken aus Deutschland freuen. „Im Zeitalter von E-Mail und Internet bleibt mein Briefkasten immer öfter leer, da freue ich mich über einen Brief vom Weihnachtsmann“, schreibt etwa „M.“.

Lam aus Hongkong ist ebenfalls schon erwachsen und wünscht sich vom Weihnachtsmann, dass er Sally wiedersehen kann. Die hat er auf einer Reise in die Türkei kennengelernt. „Ein großer Teil der Briefe kommt aus Asien“, sagt Jürgen Schart, der die Arbeit der Ehrenamtlichen koordiniert. Er schätzt, dass jedes Jahr gut 1500 Schreiben eintreffen. „Die werden alle von uns persönlich beantwortet“, sagt seine Mitstreiterin Heidrun Schöneberg stolz.

Die Ehrenamtlichen freuen sich über weitere Helfer, insbesondere, wenn sie Japanisch oder Chinesisch können. Außerdem sind die Weihnachtskorrespondenten auf der Suche nach Sponsoren. Nachdem die Citipost Briefmarken für den Versand innerhalb Deutschlands gespendet hat, muss noch die Auslandspost bezahlt werden - etwa ein Drittel der Briefe kommt aus anderen Ländern.

Von Susanne Döpke

Briefe erstmals 1966 gestempelt

Einen Stempel für Briefe aus dem Weihnachtspostamt Himmelreich gibt es seit 1966. Hans Herpich vom Philatelisten-Club Neustadt hat ihn entworfen und erstmals am Nikolaustag und an Heiligabend eingesetzt. Ein Jahr später wurde das Weihnachtspostamt schon wieder geschlossen. Doch 1986 ließen Herpich, Heinrich Schönebeg und Willi Hasselbring, allesamt Mitglieder des Philatelisten-Clubs, die Idee wieder aufleben. Dazu gehörte auch die Beantwortung der Briefe, der sich besonders Schöneberg annahm. Bis zu seinem Tod vor zwei Jahren schrieb er fleißig in alle Welt. Der Verein für internationale Beziehungen übernahm dann die Patenschaft für das Weihnachtspostamt, um diese Tradition aufrechtzuerhalten. sd

Im Weihnachtspostamt Himmelreich treffen sogar Briefe aus der Türkei und Japan ein und alle werden beantwortet. Die Mitarbeiter der Schreibstube suchen aber noch Sponsoren für die Auslandsbriefmarken.

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