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Neustadt Kirchenkreis: Christa Hafermann ist Michael Hagens Stellvertreterin
Aus der Region Region Hannover Neustadt Kirchenkreis: Christa Hafermann ist Michael Hagens Stellvertreterin
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00:56 27.04.2018
Harm Schütte und Evelyn Brückner verantworten die Verwaltung von zehn kirchlichen Kitas im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Quelle: Buchholz
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Wunstorf/Poggenhagen

 Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat sich zum Arbeitgeber für heute fast 150 Mitarbeiter in Kindertagesstätten gewandelt. Fast alle Kirchengemeinden mit eigener Kita haben die Trägerschaft an den Kirchenkreis übertragen. Er ist damit unter anderem zuständig für Personal und Gebäudewirtschaft, samt der erheblichen Probleme in beiden Bereichen.

Zwölf Kirchengemeinden haben in der Vergangenheit eigene Kindertagesstätten gegründet, entweder in eigenen Immobilien oder in städtischen Gebäuden. Zehn Gemeinden haben das Angebot des Kirchenkreises angenommen, sich um die Verwaltung zu kümmern. Nur Schloß Ricklingen und Mariensee gehen weiter eigene Wege. Der Kirchenkreis ist damit für die Betreuung von rund 1000 Kindern bis sechs Jahren zuständig.

„Damit werden vor allem die Kirchengemeinden in Verwaltungs- und Personalfragen entlastet, die bisher diese Aufgaben für ihre Kindertagesstätten wahrgenommen haben“, sagte Superintendent Michael Hagen beim jüngsten Kirchenkreistag in Poggenhagen. Die Gemeinden könnten sich ganz auf die inhaltlichen und religionspädagogischen Aufgaben konzentrieren, sagte Hagen. Außerdem ermögliche der neue Verbund sehr viel flexiblere und sichere Möglichkeiten im Personaleinsatz.

 Mehr Flexibilität beim Einsatz der Erzieher bedeutet nicht, dass die Fachkräfte jetzt rotieren. „Es bedeutet: Das Stammpersonal bleibt in den Kitas vor Ort. Der Kirchenkreis stellt aber sicher, dass Springerkräfte dort Lücken füllen, wo sie durch Urlaube, Krankheit oder Fortbildungen entstehen“, sagte Marcus Buchholz. Pressebeauftragter des Kirchenkreises, am Dienstag.

Für Personalfragen aller zehn Kitas ist die pädagogische Leiterin Evelyn Brückner zuständig. Ihre Stelle war neu geschaffen worden, um die Kirchengemeinden zu entlasten. Sie hat derzeit das gleiche Problem, wie alle anderen Kita-Träger: Sie findet kaum Personal, weil mehr Fachkräfte gebraucht werden, als ausgebildet sind. Brückners Aufgabe für die Zukunft: Mitarbeiter binden und neue gewinnen. Ihre Instrumente sind unbefristete Verträge, der Ausbau eines Gesundheitsmanagements für die Erzieher und kostenlose Fortbildungen. 

Harm Schütte ist der zweite Manager, den der Kirchenkreis für die Trägerschaft der Kitas eingestellt hat. In seine Verantwortung fällt unter anderem das Gebäudemanagement. Viele der Kitas stammen aus den Siebzigerjahren. Schütte hat den Sanierungsstau beim Kirchenkreistag nicht beziffert, aber er sei erheblich. Ganz akut ist der Kindergarten von Corvinus in Wunstorf betroffen: Dort ist ein Raum nach den heftigen Regenfällen 2017 nicht wieder trocken geworden. Zu Schüttes  Gebäudemanagement gehört auch, die Hausmeistertätigkeiten zu steuern. Er koordiniert die Einsätze der Haustechniker zentral und versucht so, das Personal effektiver einzusetzen. Dafür, dass der Kirchenkreis seit 2011 immer mehr Gemeinden entlastet hat, zahlen die Gemeinden nichts, auch nicht für anstehende Sanierungen. Nach Buchholz’ Einschätzung hat sich das seit 2006 entwickelte Modell bewährt.

Christa Hafermann ist die 1. Stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises. Elmar Orths (rechts) ist 2. Stellvertreter von Superintendent Michael Hagen. Quelle: Buchholz

46 Mitglieder des Kirchenkreistages haben die Kolenfelder Pastorin Christa Hafermann zur 1. stellvertretenden Superintendentin gewählt. Die 54-jährige Theologin tritt die Nachfolge von Ulrike Schimmelpfeng an, die mit ihrem Mann Uwe Rumberg, ebenfalls Pastor, im Februar von Hagen nach Hameln gewechselt war. Hafermann behält ihre 0,75-Stelle in Kolenfeld und arbeitet zusätzlich mit 25 Prozent als Stellvertreterin von Michael Hagen. 

 

Von Markus Holz

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