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Neustadt Markus Dehn führt jetzt das Panzergrenadierbataillon 33
Aus der Region Region Hannover Neustadt Markus Dehn führt jetzt das Panzergrenadierbataillon 33
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18:34 27.04.2018
Oberstleutnant Markus Dehn (von links), Brigadegeneral Ullrich Spannuth und Oberstleutnant Thorsten Nagelschmidt bei der Kommandoübergabe. Quelle: Thomas Tschörner
Luttmersen

 Oberstleutnant Markus Dehn ist der neue Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 33. Er löst Oberstleutnant Thorsten Nagelschmidt ab, der in die Abteilung Planung des Bundesverteidigungsministeriums in Bonn wechselt. 

Zum Kommandowechsel war Ullrich Spannuth angereist. Der Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9, zu der auch das Panzergrenadierbataillon in Luttmersen gehört, bezeichnete Nagelschmidt als ideenreichen und kreativen Offizier. Manche der neuen Ideen kam offenbar nicht sofort bei Spannuth gut an. „Wenn das Telefon klingelte habe ich manches mal gedacht, was will er jetzt wieder“, erinnert sich Spannuth. Auf manchen Einfall, wäre er gern selbst gekommen, wie Spannuth im Nachhinein zugibt.

Während Nagelschmidts Kommando kam der modernste Schützenpanzer, Typ Puma, beim Panzergrenadierbataillon an. „Ausrüstung allein macht keine Zukunft.“ Nagelschmidt habe nicht nur die Ausbildung mit dem Puma vorangetrieben, sondern auch ein neues Sportkonzept für die Soldaten erarbeitet. „Er ist in der Tat eine nie versiegende Quelle neuer Ideen“, sagt Spannuth. Die große Anerkennung, die Nagelschmidt genieße, zeige sich auch an den zahlreichen Teilnehmern des Appells. Unter den Gästen waren neben vielen Militärs unter anderen auch Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck und die SPD-Landtagsabgeordnete Wiebke Osigus. 

In seiner Abschiedsrede erinnerte Nagelschmidt an die Aufstellung des Panzergrenadierbataillons 33 (siehe Kasten) im September 2015, das als erster Verband den neuen Schützenpanzer Puma und das System „Infanterist der Zukunft“ erhalten habe. Ziel sei das Herstellen der Einsatzbereitschaft der Panzergrenadiere. „Mit Stolz kann ich behaupten, dass dieser junge Verband Großartiges leistet, um diesem Ziel mehr als nur in höchstem Maße Rechnung zu tragen.“  Die Feldwebelausbildung Panzergrenadier sowie die Erprobung und Weiterentwicklung des Puma für die VJTF 2023 (Very High Readiness Joint Task Force), der schnellen Eingreiftruppe der Nato, seien weitere Herausforderungen. Er sei aber überzeugt, dass das Bataillon in wenigen Jahren, sobald der Systemverbund Panzergrenadier die volle Einsatzreife habe, zuverlässig in allen taktischen Aktivitäten überzeugen werde. „Es war mir eine Ehre, Ihr Kommandeur gewesen zu sein“, sagt Nagelschmidt “seinen Dreiundreißigern“.  Klar, dass ein Kommandeur nicht im Zivilfahrzeug abrücken kann. Nagelschmidt fuhr ein letztes Mal sein Bataillon im vorschriftsmäßg getarnten Geländewagen ab. Auch eine letzte Fahrt mit einem Puma der Neustädter Panzergrenadiere ließ er sich nicht nehmen.

Dehn sei ein Panzergrenadier von Anfang an, der zudem alle Kommandoebenen im Deutschen Heer kenne, führte Spannuth den neuen Kommandeur ein. Der neue Chef des Panzergrenadierbataillons war zuletzt in der Führungsakademie der Bundeswehr Dozent für „Besondere Landoperationen“. Wie Nagelschmidt verfügt er über Einsatzerfahrung im Ausland. „Ich wünsche ihm viel Soldatenglück und Gottes Segen“, sagte Spannuth.

Einheit wurde als Panzerbataillon gegründet

Das heutige Panzergrenadierbataillon 33 wurde am 1. Dezember 1958 aufgestellt, damals allerdings als Panzerbataillon. Zuerst in Munster stationiert, wurde die Einheit 1959 nach Barme an der Weser verlegt und bezog 1965 schließlich die Wilhelmstein-Kaserne in Luttmersen. Anfangs nutzte das Bataillon die amerikanischen Panzer-Typen M 47 (1958 bis 1960) und M 48 (1960 bis 1966), bevor mit dem Leopard 1 der erste Panzer aus deutscher Produktion folgte, von dem es mehrere Modellvarianten gab. 1981 folgte der Leopard 2 in unterschiedlichen Ausführungen.  Als Erste erhielten die Angehörigen 1970 das schwarze Barett, das danach in der Panzertruppe eingeführt wurde.  Das Bataillon war mehrfach im Auslandseinsatz, im Kosovo, Mazedonien und Afghanistan. Nach mehr als 57 Jahren wurde das Panzerbataillon 33 am 29. September 2015 bei einem feierlichen Appell außer Dienst gestellt und ist als Panzergrenadierbataillon 33 neu aufgestellt worden. Ende 2015 wurden die ersten Schützenpanzer Puma als neues Fahrzeug der Panzergrenadiere geliefert. Sein 60-jähriges Bestehen will das Bataillon 33 im Juni feiern. tom

Von Thomas Tschörner und Benjamin Behrens

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