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Neustadt Damit Schüler keine „Smombies“ werden
Aus der Region Region Hannover Neustadt Damit Schüler keine „Smombies“ werden
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16:56 06.11.2018
Von links: Marius Schuhmacher und Karsten Schröder moderieren die Veranstaltung „Abgelenkt...“. Quelle: Marleen Gaida
Neustadt

„Ihr gehört zur statistischen Risikogruppe.“ Ruhig hallt die Stimme von Karsten Schröder durch die Aula im Neustädter Gymnasium. Bei der Präventions-veranstaltung „Abgelenkt...“ der Polizeiinspektion Garbsen sollen die Elftklässler am Dienstagvormittag für Ablenkungen durch die Nutzung von Handys und Smartphones im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Ziel der Veranstaltung sei es, auf die emotionale Betroffenheit der Schüler zu setzen, erklärt der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Garbsen das Projekt.

„Wo ist unsere Aufmerksamkeit?“ fragt Schröder in die Runde. Die rund 110 Elfklässler, die gebeten worden, während der eineinhalb Stunden ihre Handys auszumachen, gucken fragend in Richtung Bühne. Polizeikommissar Marius Schuhmacher erklärt den Begriff „Smombi“ als Zusammensetzung von Zombie und Smartphone und spielt auf Smartphonesüchtige Jugendliche an. Wenn man die Handynutzung zu weit treibe, würde aus einem lebenden Untoten, ganz schnell ein Toter, erklärt Schuhmacher mit Wortwitz den ernsten Sachverhalt.

Veranschaulicht wird dieser in zwei zehn-minütigen Filmen, in denen Verursacher, Geschädigte, Notfallseelsorger und Rettungskräfte zu Wort kommen. Die Beispiele sind reale Unfälle aus der Region Hannover, in denen eine Ablenkung Ursache gewesen war. „Ich habe gerade jemanden tot gefahren.“ Es sind aufwühlende Aussagen von Straßenbahnfahrerin Bettina S. der Üstra, die die Jugendliche auf Gefahren aufmerksam machen sollen. Berührend sind ebenfalls die Szenen eines schweren Autounfalls, bei dem ein Familienvater ums Leben kommt. Die Projektveranstaltung toure von Neustadt nach Springe durch die gesamte Region Hannover, erklärt Schröder. Tiefe Betroffenheit und emotionale Reaktionen könne bei den Zuschauern ausgelöst werden, da die Beteiligten ihre Erlebnisse sehr eindrücklich und auf beklemmende Weise schildern, erklärt Schröder. Deswegen seien vor Ort in den Schulen immer zwei Seelsorger mit dabei, die bei Bedarf auch auf die Schüler eingehen könnten.

Von Marleen Gaida

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