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Neustadt Arbeit am Weißen Berg geht weiter
Aus der Region Region Hannover Neustadt Arbeit am Weißen Berg geht weiter
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16:22 26.10.2018
Baumfällungen, wie hier während der Arbeiten im ersten Abschnitt, sind auch im zweiten Teil vorgesehen. Quelle: Benjamin Behrens (Archiv)
Mardorf

 Die Renaturierung der Dünenlandschaft am Weißen Berg geht weiter. In einem zweiten Bauabschnitt werden ab Montag, 29. Oktober, im Bereich zwischen Badestraße und dem Restaurant Weiße Düne an der Badestelle rund 140 Bäume entfernt. Das Areal soll schrittweise wieder zu offenen Grasflächen und Magerrasen innerhalb eines lichten Eichen-Kiefern-Waldes entwickelt werden, wie die Region Hannover mitteilt. Die Arbeiten hatten im Oktober vergangenen Jahres begonnen. Damals waren auf dem bewaldeten Dünengürtel zwischen Ufer und dem Strandhotel Weißer Berg ebenfalls Bäume gefällt worden.

„Landschaftsbild prägende Gehölze sowie Bäume, die für den Artenschutz wichtig sind, werden erhalten“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Der Uferweg sowie der Überweg Badestraße können von Besuchern in diesem Zeitraum ungehindert genutzt werden. Die Arbeiten am zweiten Abschnitt sollen, je nach Wetterlage, bis Ende Januar 2019 abgeschlossen sein, sagt Abelmann.

Der abgetragene Sand wird entsorgt und nicht anderweitig verwendet, wie es im ersten Teil der Arbeiten versucht worden war, teilt die Region mit. Dort sollte der ausgehobene Dünenboden den nahen Surferstrand sanieren. Strömung und Winterstürme tragen in dem Areal immer wieder Sand ab. „Das hat sich nicht bewährt“, sagt Abelmann. Der Aufwand, den Sand von Fremdkörpern und auch Pflanzensamen zu reinigen, sei zu groß. Im zweiten Renaturierungs-Abschnitt wird laut Vermessungsplan der Region eine Fläche von 11.310 Quadratmetern bearbeitet. Der dritte Abschnitt soll 2021 abgeschlossen werden.

Ziel des mit EU-Mitteln finanzierten Projekts ist es, die ursprüngliche Landschaft am Ufer des Steinhuder Meeres wieder herzustellen. Am bereits abgeschlossenen Abschnitt können sich Interessierte an Hinweistafeln über das Projekt informieren. Die sogenannte offene Binnendüne mit nur spärlichem Bewuchs war noch bis in die Fünfziger Jahre typisch für das Nordufer des Steinhuder Meers. Mittlerweile sind die Sandberge bewaldet und kaum noch erkennbar. Mit der Renaturierung will die Region den Lebensraum für typische Tiere und Pflanzen wieder herstellen. Entstanden sind die Binnendünen während der Eiszeit. Das hohe Alter macht die Dünen auch für Archäologen interessant. Dementsprechend sollen Wissenschaftler die Grabungen begleiten, kündigt Abelmann an.

Von Benjamin Behrens

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