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Neustadt Ausgebaute Hort-Räume kommen gut an
Aus der Region Region Hannover Neustadt Ausgebaute Hort-Räume kommen gut an
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18:23 09.11.2018
Thomas Völkel, Leiter des Fachdiensts Immobilien, Innenarchitekt Rüdiger Peglow und Projektleiter Arnd Wiebe haben in einem Alkoven Platz genommen. Quelle: Benjamin Behrens
Otternhagen

In Gedanken versunken spielt Gleb mit bunten Bausteinen. Der Trubel um ihn herum, stört den Achtjährigen nicht. Obwohl es später Nachmittag ist, fällt noch viel Tageslicht in den großen, hohen Raum. Im August wurden die Arbeiten abgeschlossen. Jetzt zogen Stadt, Architekten und Erzieher gemeinsam Bilanz. Die Fertigstellung war später als gedacht. „Wir haben alles erlebt, was man bei solchen Sanierungen erlebt“, sagt Wiebe. So hätte sich etwa trotz bundesweiter Ausschreibung kein Elektriker beworben. Rund 510.000 Euro kostet der Hortausbau, die Mensa schlug mit 85.000 zu Buche.Eine Theatergruppe hatte ihren Fundus im Dachgeschoss eingelagert. Offen liegende Fachwerkwände, der Bretterboden und etliche Kabelstränge machten die Räume nicht nur ungeeignet für die Kinderbetreuung, sondern schlicht für jeden Besucher wenig einladend.

Dabei brauchte die Kindertagesstätte Otternhagen dringend mehr Komfort und Platz. In der Einrichtung sind zwei Kindergarten- und zwei Hortgruppen untergebracht. Die 2013 eingerichtete Hortgruppe war in einem Container auf dem Nachbargrundstück der Ortsfeuerwehr untergebracht. Ohne abgrenzbaren Bewegungs- und Mehrzweckraum gab es nur eine befristete Betriebserlaubnis. Ein größerer Personalraum und eine Mensa wurden ebenfalls benötigt.

Doch wohin mit der Erweiterung? „Wir waren lange Zeit der Meinung wir müssten einen Anbau machten“, sagt Arnd Wiebe, Projektleiter vom Fachdienst Immobilien der Stadt Neustadt. Anbau oder weitere Container hätten die Spielflächen im Garten verkleinert – keine Option die Kinder glücklich macht. Den Dachbodenausbau nennt Wiebe eine „Mammutaufgabe“. Architektin Yvette Brdys vom Architekturbüro Förster aus Hannover und Innenarchitekt Rüdiger Peglow haben sich ihr gestellt.

„Es war nicht einfach“, sagt Brdys. „In einem Altbau ist nichts rechtwinkelig.“ Gerade Wände und Statik beschäftigen Kinder selten, Brdys Arbeit wird ihnen wohl verborgen bleiben. Dafür freuen sie sich umso mehr über das was Rüdiger Peglow geschaffen hat. „Es war mir sehr wichtig, dass der Dachboden nicht verdeckt wird“, sagt der Neustädter Innenarchitekt. Auf Basis eines ersten Entwurfs von Wiebe hat Peglow den Kindern Freiräume geschaffen. Gauben und in die Wände eingelassene Kojen mit Vorhängen und Beleuchtung schaffen Rückzugsräume. Dachfenster sorgen für Licht wenn es im Mehrzweckraum an die Hausaufgaben geht. „Ich bin froh, dass wir das so umgesetzt haben“, Thomas Völkel, Leiter des Fachdiensts Immobilien.

„Man kann hier wirklich mit den Kindern arbeiten“, lobt Erzieherin Vanessa Bauer den neuen Mehrzweckraum. Die Schützlinge der Einrichtung sind näher zusammengerückt, Kitakinder dürfen jetzt ab 14 Uhr auch in den Hort. „Die Kinder sind begeistert“, sagt Sonja Graeser, Leiterin der Kindertagesstätte. Die neue Mensa im Erdgeschoss wird vom Hort und der Grundschule gleichermaßen genutzt. Gleb lässt sich von alle dem nicht stören. Für ihn ist der Hort jetzt zum neuen Spieleparadies geworden.

Von Benjamin Behrens

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