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Neustadt Europa-Appelle beim Neujahrsempfang
Aus der Region Region Hannover Neustadt Europa-Appelle beim Neujahrsempfang
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00:18 03.02.2019
Uwe Sternbeck hält im Schloss Landsestrost seine letzte Neujahrsansprache als Bürgermeister. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Überall bröckelt es, die braune Soße schwappt. So plakativ beschreiben die beiden Kabarettisten von Onkel Fisch den Zustand Europas. Ganz so drastisch sagte Bürgermeister Uwe Sternbeck es nicht, aber auch er weist darauf hin, „dass die Europäische Union vielleicht das erste Mal in ihrer Geschichte vor einem Rückschritt steht“. Trotz vieler Probleme sei die EU ein Garant für ihre Mitgliedsstaaten, Unstimmigkeiten demokratisch und friedlich zu lösen, sagte Sternbeck beim Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehr am Mittwochabend.

Die deutsch-französische Freundschaft ist ein Europa-Aspekt, den Neustädter alljährlich feiern, die Partnerschaft mit La Ferté-Macé besteht seit 39 Jahren. Weitere internationale Verflechtungen bietet der Stadt das Bündnis „Neustadt in Europa“, das in Deutschland, Polen, Österreich und den Niederlanden Mitgliedsstädte hat. Wie freudig sich die Neustädte austauschen, war am Rübenberge zuletzt 2016 zu spüren, als das Treffen der Vereinigung beim Stadtjubiläum „800 Jahre Neustadt“ gefeiert wurde. „Ich kann nicht verstehen, dass finanzielle Habgier, imperialistischer Größenwahn, Populismus und Fremdenfeindlichkeit wieder salonfähig geworden sind“, sagte Sternbeck noch, und schloss mit einem Appell: „Gehen Sie am 26. Mai zur Europawahl und streiten Sie für Solidarität und Miteinander!“

Bürgermeister zieht Resümee

Am selben Wahltag wird Sternbecks Nachfolge bestimmt, seine Amtszeit endet am 31. Oktober. Der Bürgermeister hielt Rückschau, was sich in den vergangenen 15 Jahren in der Stadt verändert hat. Uferweg, Balneon, ZOB-Umbau und Feuerwehrzentrum sowie der Ausbau der Kinderbetreuung mit Krippen- und Hortplätzen fallen in seine Amtszeit. Für das laufende Jahr steht noch ein Masterplan für das Schulzentrum Süd aus, Großprojekte wie Bildungslandschaft West, Beseitigung des Bahnübergangs Poggenhagen und Hochwasserschutz Silbernkamp wolle man weiter betreiben, sagte Sternbeck.

Eine Truppe auf Stand-By

Seinen ersten Auftritt beim Neujahrsempfang hatte der neue Standortälteste aus der Wilhelmstein-Kaserne in Luttmersen, Oberstleutnant Markus Dehn. Der Kommandeur des Panzergrenadiersbataillons 33 berichtete, die Truppe in Luttmersen befinde sich aktuell im Stand-By-Modus, einzelne Kräfte müssten jeweils nach Afghanistan oder Mali ausrücken. Er blickte zurück auf die Feier zum 60-jährigen Bestehen des Bataillons und berichtete, dass die Truppe für ihren Einsatz in der Flüchtlingshilfe mit dem Fahnenband des Landes Niedersachsen geehrt wurde. „Vom unverhofften Besuch der Verteidigungsministerin, die uns Nachtsichtgeräte brachte, haben Sie ja gelesen“, sagte er. Dehn lobte die Einbindung der Soldaten in der Region mit Patengemeinden, dem Freundeskreis und anderen Institutionen.

Gänzlich unernst sehen Adrian Engels und Markus Riedinger vom Kabarett-Duo Onkel Fisch die Europafrage, bringen sie in halsbrecherischen Action-Film-Parodien auf die Bühne. Und schließen mit programmatischem Songtext: „Mit Europa ist man weniger allein.“

Von Kathrin Götze

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