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Neustadt Gymnasium vertieft Kontakt mit Ausbildern
Aus der Region Region Hannover Neustadt Gymnasium vertieft Kontakt mit Ausbildern
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16:59 24.10.2018
Bettina Lampe berichtet beim Ausbilderfrühstück über die Berufsvorbereitung am Gymnasium. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Reinhard Sell nutzt die Gelegenheit: „Wir werden demnächst unsere Schule, oder Teile davon, neu bauen. Da ist es gut, freundliche Beziehungen zu den Handwerkern zu haben“, sagte der Schulleiter des Gymnasiums mit einem Lächeln. Rund 50 Teilnehmer des Ausbilderfrühstücks saßen vor ihm in der Mensa. Das gemeinsame Informationsfrühstück ist bei seiner fünften Auflage schon zur festen Institution geworden. Mit immer neuen Schauplätzen und Themen gelingt es den Wirtschaftsförderern von Stadt und Region, Uwe Hemens und Jürgen Hansen, das Interesse wach zu halten.

Ganz wie vom niedersächsischen Kultusministerium gewünscht, kümmert sich das Gymnasium Neustadt in jüngster Zeit zusätzlich zur Studien- vermehrt auch um Berufsvorbereitung. Nach den Sommerferien gab es dort den ersten „Einsteigertag“, an dem sich Unternehmen den Schülern vorstellten. „Es gab so viele positive Rückmeldungen, das machen wir bestimmt wieder“, sagte Bettina Lampe, die am Gymnasium für Berufsvorbereitung zuständig ist.

Auch eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Berufsbildungszentrum ist schon im Gespräch – dessen neuer Leiter Uwe Backs stellte sich beim Frühstück ebenfalls vor. Schulleiter Sell berichtete noch, dass das Gymnasium in seinem Intranet eine Datenbank mit Betrieben anlegt, die Ausbildungsplätze anbieten. Wer dabei sein will, kann eine pdf-Datei mit einschlägigen Informationen per E-Mail an bettina.lampe@gym-neu.de schicken und wird kostenlos aufgenommen.

Projekt für Studienabbrecher

Über ein Projekt der Region, das Studienabbrecher über mögliche Ausbildungsstellen informiert, berichtete Bettina Ladwig. „Umsteigen statt Aussteigen“, ist es betitelt, zählt bereits rund 200 Betriebe und 300 Studienabbrecher zu seiner Klientel. Aktuell muss eine neue Förderung beantragt werden, aber angesichts des Erfolgs ist Ladwig guten Mutes, dass es weiter läuft.

Abbrecher, Zweifelnde und zunehmend auch Ausländer, deren Hochschulreife in Deutschland nicht anerkannt wird, informieren sich dort über ihre Möglichkeiten. Sie bekommen zusätzlich zur Berufswahlhilfe auch Unterstützung auf psychischer Ebene. „So ein Prozess bringt ja Verlustgefühle mit sich“, sagt Ladwig, „manche Abbrecher trauen sich kaum, ihrer Familie Bescheid zu geben.“ Die Abbrecher brächten zwar keinen Hochschulabschluss, häufig aber eine Menge Lebenserfahrung mit, sagt die Beraterin.

Ist der Traumjob identifiziert, gibt Ladwig den Kontakt zu einem oder mehreren passenden Unternehmen weiter. „Die direkte Vermittlung ist nicht unsere Aufgabe“, sagt sie. So könnten sich Ausbilder und Bewerber auch ganz unvoreingenommen begegnen. Mehr Informationen zum Projekt sind im Internet unter www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de/umsteigen zu finden.

Unternehmen müssen sich bewerben

Immer häufiger müssen sich die Unternehmen geradezu um Auszubildende bewerben. Neustadts Wirtschaftsförderer Uwe Hemens berichtete, dass die Stadt mit einer Arbeitslosenquote um 5 Prozent noch unter Bundes- und Regionsdurchschnitt liegt. „Das ist einerseits günstig, andererseits ist es auch schwer für Unternehmen, Fachkräfte zu gewinnen. Schon für Ausbildungsplätze fänden sich oft keine passenden, manchmal überhaupt keine Bewerber, berichtete sein Kollege auf Regionsebene, Jürgen Hansen.

Die Auftragslage etwa im Baubereich hingegen sei so gut, dass Privatleute lange auf Handwerkertermine warten müssten, sagte Hemens. Und für öffentliche Ausschreibungen fänden sich manchmal nur wenige, manchmal überhaupt keine Bewerber. So ganz falsch liegt Schulleiter Sell also nicht damit, sich beizeiten um Handwerker zu bemühen.

Von Kathrin Götze

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