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Neustadt Initiative Freie Fahrt B6 besucht Baustelle
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00:41 09.06.2018
Bauleiter Christopher Sasse zeigt eine der schweren Umlenk-Konsolen, die jetzt eingebaut werden. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Da passiert eine ganze Menge: Bei einem Besuch auf der Baustelle unter der B-6-Brücke haben sich Mitglieder der Bürgerinitiative Freie Fahrt B 6 am Mittwoch überzeugt, dass dort konzentriert gearbeitet wird. Aktuell sind die Mitarbeiter der Aschaffenburger Spezialfirma dabei, so genannte Umlenk-Konsolen in den Brückenkörper einzubauen, durch die später lange Stahltrossen geführt werden, um das Bauwerk zu verstärken. Gerüstbauer sind die ganze Zeit begleitend dabei, um die Gestänge je nach Bedarf umzubauen. Jede der Konsolen wiegt eine halbe Tonne, wie Bauleiter Christopher Sasse den Besuchern erklärt. Mit einer tragkräftigen Hebebühne werden sie von unten am Bauwerk angebracht.

Auch weitere Verstärkungselemente werden verbaut, außerdem hölzerne Schalungen gezimmert, um alles später mit Beton zu umgießen. „Es geht gut voran“, sagt Uwe Schindler, Leiter des Fachbereichs Nienburg der Straßenbaubehörde, die den Bau begleitet. So rückt der Zeitpunkt näher, an dem auch die Autofahrer auf der Brücke etwas von den Bauarbeiten mitbekommen werden. „An zwei Wochenenden,werden wir Vollsperrungen machen müssen, jeweils von Freitagabend bis Montag früh“, sagt Schindler. Welche es werden, sei noch in der Abstimmung. An einem dieser Wochenenden werden auch die maroden Widerlager an einer Seite der Brücke ausgetauscht – dann wird das ganze Bauwerk mit Hilfe von Hydraulikpressen millimeterweise in die Höhe gedrückt, um an die Bauteile zu kommen.

Einzelne Mitglieder der Initiative trauten sich auch noch auf eines der Gerüste – Sicherheitsschuhe, -westen und Bauhelme sind Pflicht. Nach vielen Fragen und interessierten Gesprächen begleiteten die Dorfbewohner die Bauleute noch in die Mittagspause. Im Baucontainer gab es dann noch eine Überraschung: Die Besucher tischten selbst gebackene Kuchen, Süßigkeiten, Erdbeeren und kalte Getränke auf. „Wir wollten Ihnen für Ihren Einsatz danken und Ihnen den Arbeitstag ein wenig versüßen“, sagte Brigitte Trautmann, eine der Sprecherinnen der Initiative. „Sie sind dabei, uns von einer heftigen Belastung zu befreien – machen Sie gut und schnell weiter.“

Nachdem die Umleitungsstrecke durch die Innenstadt wieder aus der Beschilderung genommen wurde, fließt der größte Teil des Schwerlastverkehrs nun wieder durch Empede, Basse und Suttorf. Umso mehr fiebern die Anwohner dem Zeitpunkt entgegen, an dem wieder Schwerlastverkehr über die Brücke fließen darf. Auch wenn dieser Besuch auf der Baustelle gern gesehen war, appelliert der Bauleiter noch an Neugierige, möglichst auf unangemeldete Besuche unter der Brücke zu verzichten – sie könnten die Sicherheit gefährden und Abläufe stören.

Von Kathrin Götze

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