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Neustadt Kinder zeigen Temposündern die rote Karte
Aus der Region Region Hannover Neustadt Kinder zeigen Temposündern die rote Karte
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13:15 21.06.2018
Autofahrer Savas sieht die rote Karte und reagiert einsichtig. Quelle: Haase
Neustadt

In der Lindenstraße führt die Polizei häufiger Geschwindigkeitskontrollen durch, weil die Tempo-30-Regelung nicht bei allen Autofahrern auf Gegenliebe stößt und weil dort wegen der Schulen, Kindergärten und Sportanlagen im Umfeld viele Kinder unterwegs sind. Am Donnerstagvormittag hatten sich Kontaktbeamtin Pamela Hoffmann und Polizistin Mareike Narjes wieder mit einem Lasermessgerät an der Feuerwache postiert – dieses Mal mit Unterstützung: Mit von der Partie waren Lilja, Elisa, Moritz, Emilia, Lasse und Kim von der Kita Rübenzwerge in der Von-Weber-Straße samt ihrer Leiterin Simone Schmidt-Stach und selbstgefertigten Karten in den Farben rot, gelb und grün.

Das Besondere an der Kontrolle war, dass die sechsjährigen Kinder sich direkt an die herausgewunkenen Autofahrer wandten und ihnen Karten zeigten. Rot gab es bei größeren Verstößen, gelb bei kleineren. Grüne Karten signalisierten Lob für Verkehrsteilnehmer, die das Tempolimit einhielten. „Den Autofahrern soll so die Kontrolle in besonderer Erinnerung bleiben. Und die Kinder lernen, dass es Verkehrsregeln gibt und es Konsequenzen hat, wenn jemand sie nicht beachtet“, erklärt Hoffmann.

Trotz des Regenwetter waren die Kinder mit Eifer bei der Sache. Gleich die erste rote Karte, die Kim zeigte, betraf ausgerechnet die Mutter eines ehemaligen Kita-Kindes der Rübenzwerge, die mit 45 Kilometern in der Stunde unterwegs war. „Ich musste mich beeilen“, entschuldigte sie sich. So wie die Frau reagierten die ertappten Sünder durchweg einsichtig. Savas, Fahrer eines Mietwagenservices, war unter ihnen. „Heute ist wegen des Regenwetters viel Betrieb bei uns, aber das ist natürlich kein Grund, zu schnell zu fahren“, sagte er den Kindern. Am schnellsten war eine Frau unterwegs, bei ihr zeigte das Messgerät 54 Kilometer in der Stunde an. Konsequenz sind ein Punkt in der Verkehrssünderkartei und 80 Euro Bußgeld. „Dafür könnte man 80 Kugeln Eis kaufen“, rechnete Hoffmann ihren kleinen Unterstützern vor.

Unter dem Strich verteilten die Rübenzwerge während der einstündigen Aktion aber mehr grüne Lobkarten als rote oder gelbe. Edith Aust durfte eine davon mitnehmen und freute sich. „Es gibt keinen Grund, zu schnell zu fahren“, sagte sie. Das sehen die Kinder auch so – und die Polizistinnen ohnehin.

Kontaktbeamtin Pamela Hoffmann würde gern weitere Verkehrskontrollen mit Unterstützung von Kita-Kindern durchführen. Das Angebot gilt nicht nur für die Kernstadt, sondern auch für Neustadts Ortsteile. Einrichtungen, die sich bewerben wollen, können das per E-Mail unter pamela.hoffmann@polizei.niedersachsen.de oder telefonisch unter (0 50 32) 9 55 91 85 tun.

Von Bernd Haase

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