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Neustadt Noch immer fehlen Betreuungsplätze
Aus der Region Region Hannover Neustadt Noch immer fehlen Betreuungsplätze
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00:19 10.11.2018
Die Kita Kraut und Rüben ist seit 17. Oktober in der alten Schule in Borstel untergebracht. Quelle: Kathrin Götze
Borstel

Die Stadt hat nach wie vor Schwierigkeiten, dem stetig wachsenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen nachzukommen. Auch für das laufende Jahr stehen noch rund 150 Kinder auf den Wartelisten der verschiedenen Einrichtungen im Stadtgebiet. 70 von ihnen sind im Kindergartenalter – für sie sieht der Gesetzgeber eigentlich einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz vor. Zwar gibt es in den Kindergärten auch noch 30 freie Plätze, doch diese passen nicht zur Nachfrage, wie Antje Fröhlich vom städtischen Fachdienst Kinder und Jugend berichtet. Im November laufen schon wieder die Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr, das am 1. August 2019 beginnt. In einer neuen Broschüre hat die Stadt alle 35 Einrichtungen im Stadtgebiet aufgelistet und vorgestellt.

Nadine Schley zeigt die neue Kita-Broschüre der Stadt. Quelle: Kathrin Götze

Seit Jahren mühen sich die Verwaltungsmitarbeiter, mit dem Betreuungsbedarf Schritt zu halten. Das bedeutet einerseits, dass Räume geschaffen werden müssen, zum anderen, dass das passende Personal gefunden werden muss, wie Bürgermeister Uwe Sternbeck am Mittwoch vor Journalisten erläuterte. Gleichzeitig sollen Integrations- und Inklusionsplätze geschaffen, Angebote für Ganztagsbetreuung ausgebaut werden.

Einiges tut sich bei der Krippenbetreuung, wo die Stadt dem Bedarf entsprechend 50 Prozent Versorgung anstrebt. Kürzlich ausgebaut ist die Kita Pusteblume in der Kernstadt, die 15 Krippenplätze dazu bekommen hat. In Helstorf werden ebenso viele Krippenkinder in einem Container betreut. In der kürzlich ausgebauten Alten Schule in Borstel (Kita Kraut und Rüben) sind bedarfsgerecht fünf neue Krippenplätze entstanden, zehn Kindergartenplätze fallen dafür weg.

Neue Kindergartenplätze sollen in der Kita Mandelsloh entstehen: 25 werden noch im November freigegeben, sagt Fröhlich. Der Ausbau bei den Plätzen für Drei- bis Sechsjährige ist in diesem Jahr etwas ins Stocken geraten, soll aber weitergehen. Für die nächsten Jahre sind etliche Ausbauprojekte bereits in Arbeit, etwa an der AWO-Kita in der Kernstadt, die um 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätze wachsen will. Für das Wohngebiet Auengärten ist eine neue Kindertagesstätte geplant, die bestenfalls Anfang 2020 mit 30 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen starten soll.

Im Kindergarten Ratzenspatz am Goetheplatz können 25 Kindergartenplätze entstehen, sobald der alte Grundschultrakt abgerissen werden kann – nachdem im Gebäude verschiedene Schadstoffe gefunden wurden, habe sich die Maßnahme etwas verzögert, berichtet Thomas Völkel vom Fachbereich Immobilien, die Bauplanung laufe aber weiter. Wenn der städtische Plan einer „Bildungslandschaft West“ um Michael Ende- und ehemalige Ahnsförthschule umgesetzt wird, bringt das 45 Krippen. und 31 Kindergartenplätze. Dorthin sollen die Gruppen aus dem bisherigen Kinder- und Jugendhaus Dyckerhoffstraße umgesiedelt werden. Um je 20 Krippen- und Kindergartenplätze will die Kirche die Kita in Mariensee erweitern.

Weitere Projekte in den Dörfern sind noch nicht fertig durchdacht, wie Völkel schilderte: 15 Krippenplätze sollen in Eilvese entstehen, ob in der alten Kita oder einem Neubau, ist noch nicht klar; 30 weitere wären an der Kita in Mandelsloh fällig – wo dafür Platz ist, muss noch geklärt werden. Das gleiche gilt für die Kita Helstorf, die noch 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätze brauchen könnte. Schwierig werden die gewünschten Erweiterungen der Kitas in Büren (je 15 Kindergarten- und 15 Krippenplätze) und Scharrel (11 Krippenplätze). Beide sind in schönen alten Häusern untergebracht, die die Planer aber vor schwere Aufgaben stellen.

Denkmalgeschützte Schule für Kita ausgebaut

Die Kinder sind schon Mitte Oktober eingezogen, im Obergeschoss und im Keller wird noch gebaut: In den vergangenen 15 Monaten hat die Stadt die denkmalgeschützte Alte Schule in Borstel saniert und umgebaut. Die Kindertagesstätte Kraut und Rüben ist auf 300 Quadratmetern im Erdgeschoss untergebracht, im Obergeschoss entstehen Räume für die Dorfgemeinschaft. Lange Verhandlungen um diese Räume zogen mehrere Planänderungen nach sich.

Der Umbau unter Denkmalschutz, der rund 1,4 Millionen Euro kostete, habe schon seine Eigenheiten, berichtet auch Projektleiterin Agata Monika Kwiatkowski. „Es hat aber auch viel Freude gemacht“, sagt sie bei einem Rundgang durch die Räume. Schönes Detail sind beispielsweise etliche Wandmalereien, die nach der Umgestaltung rekonstruiert wurden.

Dämmung, Statik, Brandschutz –alles ist jetzt auf die Bedürfnisse der neuen Nutzer abgestimmt. Und im Keller steht eine Holzpellet-Heizung, die zwar 13.000 Euro mehr kostete als ein Gasmodell, aber dafür die laufenden Kosten und den Co2-Ausstoß deutlich reduziert, wie Völkel berichtet.

Von Kathrin Götze

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