Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -5 ° Schneeschauer

Navigation:
Streit um Bäume an der Wallstraße

Neustadt Streit um Bäume an der Wallstraße

An der Wallstraße sollen Bäume fallen, um Platz für Schaustellerbuden zu schaffen. Mit diesem Wunsch haben sich Vertreter der neustädter Wirtschaftsverbände an den Ortsrat gewandt. Kurz vor Toresschluss:  Die Planung steht, der Auftrag ist vergeben. Anfang März soll Baubeginn für die Umgestaltung dort sein.

Voriger Artikel
Wasserverband stellt sich der Kritik
Nächster Artikel
Ilka Brüggemann gastiert im Binderhaus Rodewald

Sechs Bäume wachsen an der Wallstraße: Sollen sie platz für Schaustellerbuden machen?

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt.  Kurz vor Baubeginn an der Wallstraße haben sich jetzt Vertreter der Geschäftsleute mit Änderungswünschen zu Wort gemeldet. Der Abschnitt der Fußgängerzone zwischen Bäckerei Raute und Eiscafé Martino soll künftig mehr Platz für Sondernutzungen bieten. „Wir wollen langfristig die Veranstaltungen weiter in die Innenstadt verlagern“, sagt Mike Oliver Behrmann von der Gemeinschaft für Wirtschaftsförderung (GfW). Es sei absehbar, dass für einen Rummel auf dem Schützenplatz auf Dauer nicht mehr viele Schausteller zu begeistern sein werden. 

Dennoch legten die Kaufleute Wert darauf, weiter zwei bis vier verkaufsoffene Sonntage mit entsprechendem Programm in der Innenstadt abzuhalten. Eine überörtlich interessante Veranstaltung ist nach neuer Rechtsauslegung Voraussetzung, damit Geschäfte auch am Sonntag öffnen dürfen. Fahrgeschäfte könnten auch auf dem Wendehammer Am Wallhof oder auf dem Parkplatz am Wallgraben aufgebaut werden . Um Besucher dorthin zu leiten, könne man gut eine Budengasse an der Wallstraße aufbauen. Dafür müssten allerdings zumindest einzelne der sechs Bäume dort entfernt werden. „Wir bieten natürlich Ersatzpflanzungen an“, versichert Behrmann.

Im Ortsrat Neustadt haben Behrmann und GfW-Vize Heiner Plinke das Anliegen schon vorgetragen. Als Ortsbürgermeister Klaus-Peter Sommer es allerdings den Kollegen in der Ratssitzung voschlug, erntete er vielfach Kopfschütteln. „Es ist reichlich spät, den Plan noch zu ändern, wenn der Auftrag schon vergeben ist“, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Matthias Homeier. Magdalena Rozanska (SPD) schlug vor, das Thema als Eilantrag in den Umwelt- und Stadtplanungsausschuss am Montag zu tragen. Dominic Herbst. Sprecher der Grüne/Linke-Fraktion, sieht das anders: „Wir lassen uns nicht drängen, auf bloße Vermutungen hin Bäume zu fällen“, sagte er. Auch Sebastian Lechner (CDU) meint, für eine Planänderung sei es nun reichlich spät. „Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir vielleicht eine andere Entscheidung getroffen“, sagt er. 

Von Kathrin Götze

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr aus Neustadt

Tauchen Sie ein in ca. 33° warme Natursole, angereichert mit Inhaltsstoffen aus vielen Gesteinsschichten. Fühlen Sie sich wohl, lassen Sie sich in diesem Energiemeer treiben, entspannen Sie und lassen Sie positiven Gedanken freien Raum. mehr