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Neustadt Südeuropäer erkunden duale Ausbildung
Aus der Region Region Hannover Neustadt Südeuropäer erkunden duale Ausbildung
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00:41 18.05.2018
Die Besucher besichtigen die Ausbildungswerkstatt der Maschinenfabrik Schlüter in Neustadt. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt/Wunstorf

 Die Region hält als Beispiel für das duale Ausbildungssystem in Deutschland her: Unternehmer und Lehrkräfte aus Regionen Südspaniens und Süditaliens sind am Dienstag und Mittwoch in Neustadt und Wunstorf unterwegs, um sich zu informieren. Ziel ist, in den strukturschwachen Landstrichen Schritt für Schritt auch ein praxisnäheres Ausbildungssystem aufzubauen.

Als Beispiele für „gute Praxis“ besuchen sie die Maschinenfabrik Schlüter in Neustadt, das Logistikunternehmen Kraftverkehr Nagel in Wunstorf sowie die Berufsbildenden Schulen und das Berufsbildungszentrum der VHS Hannover-Land in Neustadt, in dem wie berichtet aktuell eine . Den Kontakt stellte der Wunstorfer Walter Ehrlich her, ehemaliger Berufsschullehrer und Abteilungsleiter für Mechanik und Mechatronik. „die technischen Berufe sind ständig in Bewegung“, sagt er, da sei ein ständiger Austausch zwischen Betrieben und Berufsschulen sehr hilfreich. 

Auch in Schlüters traditionsreiche Backsteinhallen ist der Fortschritt überall zu spüren: Neue, computergesteuerte Maschinen prägen das Bild, und die Gäste bekommen eine stark belegte Produktionshalle zu sehen. „Die Auftragslage ist sehr gut, wir mussten Teile der Montage umlagern“, sagt Prokuristin Kathrin Ost-Joszko, die die Gäste durch die Hallen führt. Auf einer Galerie liegt die Ausbildungswerkstatt, wo die Auszubildenden unter Anleitung von Karl-Heinz Kupper neben Spezialwerkstücken für die Prüfung auch Teile für die Produktion fertigen.

Die Besucher besichtigen die Ausbildungswerkstatt der Maschinenfabrik Schlüter in Neustadt. Der Auszubildende Julian Haubold arbeitet gerade an einem Prüfungsstück. Quelle: Kathrin Götze

Schlüter konstruiert, baut und wartet Spezialmaschinen, die Mitarbeiter sind weltweit unterwegs. Eine große Verantwortung, die die jungen Leute da tragen: „Das ist eine der Stärken des dualen Systems, dass die Auszubildenden unter den realen Bedingungen in den Produktionsprozess einbezogen werden“, meint Ost-Joszko.

Das sieht auch Michael Buckup so, Referatsleiter im niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten. In den Partnerländern läuft die Berufsausbildung großteils verschult mit wenig Praxisanteil – das bekommen die Unternehmen zu spüren, wenn die Absolventen dann recht hilflos in den Fertigungshallen stehen. Es sei auch wichtig, dass die jungen Leute schon Geld verdienen können, damit sie in der Region blieben. Ein Maschinenbau-Unternehmer aus dem Raum Neapel zum Beispiel hätte gut zu tun, sucht nun händeringend nach Mitarbeitern. 

„Ad hoc kann man so ein System wie das duale natürlich nicht aufbauen“, sagt Buckup noch. Verwundert fragen die Gäste zum Beispiel, was passiert, wenn sich ein Auszubildender im Betrieb verletzt. „Ich würde da mit einem Bein im Gefängnis stehen“, sagt der Neapolitaner. Die deutsche Antwort mit Berufsgenossenschaften, Kammern und Arbeitssicherheitsbeauftragten kostet den Übersetzer einige Minuten. „Unser System hat natürlich auch Ecken und Kanten“, meint Buckup noch.

Von Kathrin Götze

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