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Neustadt Kamera soll illegale Müllentsorgung stoppen
Aus der Region Region Hannover Neustadt Kamera soll illegale Müllentsorgung stoppen
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09:15 16.03.2018
Ferdinand Lühring ist verärgert über die illegale Müllentsorgung. Für den SPD-Ortsratsherren wäre Videoüberwachung des Platzes eine Lösung. Quelle: Privat
Schneeren

 Immer wieder laden Unbekannte illegal Müll an Plätzen in und um Schneeren ab. Anfang März landeten Glaswolle, Altkleider, Farbeimer und Reste eines Holzpaneels am Wirtschaftsweg Stadtbergsweg. Die Polizei suchte Zeugen. 

Am Sonntag wurde nun eine Grüngut-Annahmestelle des Regionsabfallentsorgers Aha zum Ziel. Auf der Fläche stehen auch Papier- und Wertstoffcontainer des Entsorgers Remondis. Ortsratmitglied Ferdinand Lühring hat genug von der Umweltverschmutzung – und einen Lösungsansatz. „Man müsste eine Wildkamera aufstellen“, schlägt der SPD-Politiker vor und will den Vorschlag in die Ortsratssitzung am 12. April tragen. 

Lühring vermutet eine bestimmte Gruppe von Täter hinter der vermüllten Wertstoffinsel. „Meine Frau hat Früh- und Spätschicht. Abends um 23 Uhr stehen da Autos“, sagt der 60-Jährige. Die Fahrzeuge seien ortsauswärts  weggefahren, ohne dass Kennzeichen zu erkennen waren. „Sie laden den Müll auf die Allgemeinheit ab“, ärgert sich der Politiker. 

Dämmwolle, Plastikmüll in Papier-Säcken und ein Holzplatte sind im Container gelandet. Quelle: Privat

Die Problematik um wilden Müll beschäftigt auch Ortsbürgermeister Stefan Porscha (CDU). Auch am Schneerer Wasserwerk, nahe der B 6, ist Müll entsorgt worden. „Das hat mir ein Landwirt am Dienstagmorgen mitgeteilt“, sagt der Oberkommissar der Polizei Neustadt. Einer Videoüberwachung allerdings steht er zumindest am Müllplatz an der Straße etwas skeptisch gegenüber. „Da müsste man mit Experten sprechen.“ In der Gemarkung böten sich Wildkameras eher an, sagt der CDU-Politiker. 

 Aus rechtlichen Gründen verzichte die Stadt auf ihren Stellflächen für Müllcontainer auf Videokameras, dabei sei achtlos entsorgter Abfall auch da ein Thema. „Das Problem haben wir auch an anderen Stellen, wie zum Beispiel an der Windmühlenstraße“, sagt Stadtsprecher Stefan Bark. „Auf städtischem Gebiet machen wir das nicht, aus Datenschutzgründen.“

 Das Müll illegal an Wertstoff-Inseln landet, ist kein Phänomen des Neustädter Lands, in der ganzen Region hat Aha mit dem Problem zu kämpfen. Bis jetzt werde aber keiner der Plätze videoüberwacht, heißt es. Immer wieder werde Videoüberwachung von der Politik und verärgerten Bürgern gefordert, sagt Aha-Sprecherin Helene Herich. Aber: „Aha kann im öffentlichen Raum keine Videoüberwachung der Wertstoffinseln durchführen“, sagt Herich.

Die Rechtsabteilung habe den Vorschlag vom niedersächsische Landesbeauftragte für den Datenschutz prüfen lassen. Das Ergebnis: Nur eine sogenannte „offene Überwachung“, also Bildübertragung ohne Aufzeichnung, sei erlaubt. „Eine Bildaufzeichnung und Datenspeicherung zwecks späterer zeitversetzter Auswertung wäre jedoch allein der Polizei vorbehalten“, sagt Herich

Lühring lässt sich davon nicht beirren, ein entsprechender Antrag ist erstellt. „Ich will erst einmal eine Diskussion anstoßen.“ 

 

Nach dem Brand des Müllwagens an der Hans-Böckler-Straße liegen noch viele Überreste in der Feldmark. Quelle: Kathrin Götze

Nach Müllwagenbrand: Überreste waren festgefroren

Ein Brand im Müllwagen hatte Feuerwehr und Entsorger Remondis vor gut zwei Wochen beschäftigt. Im Wagen war ein Schwelbrand entstanden, die Brandbekämpfer hatten die gelben Säcke ausgeräumt und den Inhalt auf dem Acker am Wegesrand ausgebreitet, um löschen zu können. Dass jedoch zwei Wochen später immer noch Überreste im Gras und zwischen den Schößlingen herumliegen, ärgert Passanten. 

Remondis-Sprecher Stefan Schlutter kann es aber erklären: „Die Kollegen haben aufgeräumt, was ging, der Rest war bei dem strengen Frost am Boden festgefroren“, sagt er. Nun seien sie erneut angerückt und hätten festgestellt, dass die vielen kleinen Teile auch auf dem feuchten Boden händisch nicht leicht einzusammeln waren. „Sie wollen mit Rechen wiederkommen“, versprach Schlutter. göt

  

Von Benjamin Behrens

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