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Neustadt Wirtschaftsbetriebe-Chef geht in Ruhestand
Aus der Region Region Hannover Neustadt Wirtschaftsbetriebe-Chef geht in Ruhestand
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12:31 24.06.2018
"Für Melancholie habe ich noch keine Zeit gehabt": Helmut Eisbrenner auf der Dachterrasse am Stadtwerke-Hauptsitz. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Da hat sich eine Menge getan: In den 14 Jahren an der Spitze der Neustädter Wirtschaftsbetriebe hat Helmut Eisbrenner einige einschneidende Veränderungen auf den Weg gebracht. Und immer lieber selbst die Zügel in die Hand genommen, wie er zugibt: „Versuche zu gestalten, sonst wirst du gestaltet“, sei sein Motto gewesen, sagt er mit einem Lächeln. Schließlich müsse ein Unternehmen auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten arbeiten, nicht nach politischen.

Auch wenn nicht jeder Politiker jede Entscheidung gut hieß, mit den Aufsichtsratsvorsitzenden und -mitgliedern (die jeweils aus dem Rat kommen) habe er immer gut zusammengearbeitet. Besonders lange begleiteten ihn Werner Rump und Bodo Messerschmidt. Als diese und ihre Kollegen ihn 2004 als neuen Mann an der Spitze der Stadtwerke begrüßten, waren Energiemarkt und Unternehmen noch völlig anders strukturiert als heute.

Der Wettbewerb in der Energiewirtschaft, die Regulierung der Netze, die Eingliederung der erneuerbaren Energien in den konventionellen Betrieb – all das seien Herausforderungen gewesen, die ihn und seine Mitarbeiter lange beschäftigt haben – viele Aspekte dabei musste Eisbrenner auch unter „gestaltet werden“ verbuchen. Mit der Entflechtung der Unternehmen war Neustadt zeitig dran, stellte den Stadtwerken die Stadtnetze zur Seite, die die Infrastruktur für die Energielieferung verwalten. Der Verbund Leinenetz mit den Nachbarn aus Garbsen soll helfen, Verwaltungsarbeit besser zu organisieren.

Die Bedeutung der städtischen Wirtschaftsbetriebe nahm mit den Aufgaben zu. „Früher war das ein steuerlicher Querverbund mit einigen wenigen Immobilien, der sich vor allem um die Parkflächen kümmerte.“ Inzwischen ist der Immobiliensektor deutlich wichtiger geworden. Mit der Fläche am ZOB, die demnächst mit einem Büro- und Geschäftskomplex bebaut werden soll, dem ehemaligen Hotel Scheve, in dem heute das AWO-Integrationszentrum untergebracht ist, und den Neubauten an der Ecke Gerhart-Hauptmann- und Fontanestraße haben die Wirtschaftsbetriebe zentrale Schauplätze im Besitz.

Besonders viel beschäftigte Eisbrenner zuletzt der Bau des neuen Hallen- und Freibads an der Leinstraße. „Dass das so ein Stress wird, hätte ich mir anfangs auch nicht vorgestellt.“ Trotzdem: Ein solches Mammutprojekt vom ersten Gedanken bis zur Fertigstellung in sechseinhalb Jahren durchzuziehen, sei schon sehr schnell. „Davon können andere Städte nur träumen“, sagt er. Nach der Entscheidung, lieber neu zu bauen, als das alte Bad zu sanieren, seien die meisten Gestaltungsarbeiten in kleinen Zirkeln mit Fachleuten und Beteiligten gelaufen, statt immer öffentlich zu diskutieren. „Nichts gegen die Demokratie, aber so kommt man doch besser voran.“

Auch der Stadtwerke-Hauptsitz, der „blaue Würfel“ an der Hertzstraße, ist unter Eisbrenners Ägide entstanden. „Wir sind damals übrigens aus dem Komplex Nienburger/Memeler Straße ausgezogen, weil dort das Rathaus saniert und erweitert werden sollte“, sagt er.

Was er seinem Nachfolger Dieter Lindauer rät, der zum 1. Juli die Geschäftsführung übernimmt? „Auch mal nein sagen.“ Eisbrenners Ding ist das nicht in jedem Fall: Er nimmt 39 Urlaubstage mit in den Ruhestand. „Ich habe die Arbeit gern gemacht, die Verantwortung und das Vertrauen ernst genommen, das man mir entgegen gebracht hat.“ Dazu passt der Wahlspruch auf den Einladungen zu seiner Abschiedsfeier: „Es war mir eine Freude“, steht darauf.

Von Kathrin Götze

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