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Pattensen Region verdreifacht Zahl der Radstellplätze
Aus der Region Region Hannover Pattensen Region verdreifacht Zahl der Radstellplätze
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16:31 29.10.2018
Künftig dreimal so viel: An der Haltestelle Schöneberger Straße/Göttinger Straße gibt es 60 Einstellplätze für Fahrräder. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

 Die Region will in Pattensen an der Bushaltestelle Schöneberger Straße/Ecke Göttinger Straße die Zahl der festen Einstellplätze für Fahrräder verdreifachen: von derzeit 60 auf 180. Im Verkehrsausschuss der Region fiel jetzt die Entscheidung, in Pattensen und in Langenhagen sogenannte „Bike&Ride 2.0.“-Anlagen zu realisieren. In der Stadtverwaltung von Pattensen wird die Ankündigung mit gemischten Gefühlen aufgenommen: Laut Axel Müller, Erster Stadtrat von Pattensen und Leiter des Baubereichs, wurde die Stadt im Vorfeld nicht ausreichend informiert.

 Mit dem Bau der Anlage sollen vor allem Pendler bequemer und schneller nach Hannover kommen: Die Radfahrer können mit einem guten Gefühl ihre Zweiräder an den überdachten und sicheren Abstellplätze lassen und dann mit dem Schnellbus in die Landeshauptstadt fahren. „Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad auf dem Weg zur Haltestelle oder zum Bahnhof. Deshalb werden wir neue zweistöckige Abstellanlagen testen. Wenn wir positive Erfahrungen machen, ist das sicherlich ein Projekt für viele Städte und Gemeinden in der Region Hannover“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover.

 Nach Auskunft der Region sollen in Pattensen etwa 180 Stellplätze an der Schnellbushaltestelle „Schöneberger Straße“ entstehen. Der größere Teil ist als überdachter, frei zugänglicher Doppelstockparker geplant – dabei können zwei Räder übereinander an der Wand befestigt werden. Zudem entstehen überdachte abschließbare Stellplätze für Abokunden und Fahrradboxen für Gelegenheitsradler. In Pattensen ist zudem eine Buswartehalle in die Planungen mit aufgenommen worden.

Die Gesamtkosten für Pattensen und Langenhagen sollen 910.000 Euro betragen, der Bund fördert das Projekt mit 470.000 Euro. Die Region als Bauherrin trägt neben den Planungskosten auch die nicht geförderten Baukosten in Höhe von 440.000 Euro. In der Regionsdrucksache zum Beschluss heißt es weiter: „Die Städte Langenhagen und Pattensen stellen die Flächen kostenlos zur Verfügung und übernehmen später die Anlagen in die Verkehrssicherheit und Unterhaltung.“ Diese Passage ruft beim Ersten Stadtrat Müller einigen Widerspruch hervor.

Dass die Region so etwas schon lange plane, sei in Pattensen bekannt gewesen, sagte Müller. Aber darüber, ob die Stadt ihre Flächen dafür hergeben und die Folgekosten tragen wolle, „darüber ist kein Wort gesprochen worden“. Die Verwaltung der abschließbaren Boxen verursache später Personal- und Materialkosten („Wenn dann mal ein Schlüssel verloren geht“), sagte Müller. „Über solche Finanzmittel muss der Rat entscheiden.“ Das Projekt an sich sei zu begrüßen, betonte er. „Aber die Art und Weise des Verfahrens ist nicht in Ordnung.“ Dies wundere ihn umso mehr, weil die Stadt und die Region eigentlich „sehr eng und sehr gut zusammen arbeiten“.

Auf Anfrage teilte Regionssprecherin Carmen Pförtner mit, dass alle Planungen mit der Stadt Pattensen beziehungsweise mit dem Fachbereich Bau der Stadt abgestimmt seien. Stadt und Region hätten sich mit den jetzt geplanten Flächen im Rahmen des Forschungsprojektes „Bike&Ride 2.0“ beworben. „Bei den folgenden Planungstreffen saß ein Mitarbeiter der Stadt Pattensen mit am Tisch“, betonte Pförtner. Wenn die Anlage fertig ist, werde noch eine Unterhaltungsvereinbarung zwischen Stadt und Region abgeschlossen.

Von Kim Gallop

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