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Pattensen Jeinser sorgen sich um Zustand der Beeke
Aus der Region Region Hannover Pattensen Jeinser sorgen sich um Zustand der Beeke
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12:30 16.09.2018
Die Jeinser Günther Glowienka (links) und Hermann Schuhrk sind besorgt: Die Zuflüsse der Beeke sind teilweise verstopft, die Böschung abgebrochen. Quelle: Kim Gallop
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Jeinsen

Das Hochwasser am Pfingstmontag 1997 ist ihnen noch in guter, oder eher schlechter, Erinnerung. So wie Günther Glowienka und Hermann Schuhrk geht es vielen Jeinsern, in deren Kellern und Wohnstuben nach dem damaligen Starkregen das Beeke-Wasser stand. Glowienka und Schuhrk brechen deshalb, mehr als 21 Jahre nach dem Hochwasser, zu einer Tour entlang der Beeke auf, weil sie sich um den Hochwasserschutz Sorgen machen.

Die Gestorfer Beeke ist nach Meinung der beiden Jeinser in einem schlechten Zustand und zwar praktisch im ganzen Verlauf: „Im Ort und vor und hinter der Ortslage, also auch in Vardegötzen und im Bereich des Abflusses zur Leine hin“, erläutert Schuhrk. Aus der Böschung sind große Teile heraus gebrochen. Es ist Gras- und Heckenschnitt zu sehen, der in die Beeke gefallen ist, sich verdichtet hat und den Abflusskanal verstopft. „Das Wasser staut sich trotz der Trockenheit“, sagt Glowienka besorgt. „Das Wasser müsste eigentlich in Richtung Leinebrücke abfließen“, bestätigt Schuhrk. Für die Pflege seien die Stadt Pattensen und der Leineverband zuständig, sagt Glowienka. „Aber es kümmert sich keiner drum.“

Leineverband und Stadt weisen diese Vorwürfe zurück. Der Leineverband teilt mit, dass an der Gestorfer Beeke regelmäßig gemeinsam mit der Stadt und der Region eine sogenannte Gewässerkontrolle stattfindet. Punkte, die den Leineverband – und nicht die Anlieger der Beeke – betreffen, würden auch vom Leineverband abgearbeitet. Für die Stadt erklärte Sprecherin Andrea Steding, dass die Verwaltung keine Kenntnis davon habe, dass die Zuflüsse zur Leine nicht in Ordnung seien. Dies werden nun überprüft. Generell sei von Seiten der Stadt zu sagen, dass „für den gesamten Bereich noch offene Fragen mit dem Leineverband geklärt werden“ müssten.

Beekeweg im Ort bleibt noch länger gesperrt

Am gesperrten Fußweg ist die Böschung nur zum Teil neu befestigt worden. Quelle: Kim Gallop

Ein weiteres Ärgernis im Ort ist der seit Oktober 2014 aus Sicherheitsgründen gesperrt Fuß- und Radweg entlang der Beeke zwischen der Straße Auf der Masch und der Raiffeisenstraße. Nach Angaben der Stadt ist der gut 350 Meter lange Weg unterspült und könnte absacken. Aus Sicherheitsgründen wurden an beiden Eingängen solide Sperren errichtet. Die Anlieger vermissen die Verbindung, die als Abkürzung zur Grundschule oder zur Bushaltestelle sehr nützlich war.

Wer den Weg trotz der Sperrung betritt, ist erschrocken über den Zustand. Der Fußweg ist von Gras und Gestrüpp überwuchert. Ein Anlieger hat das Ufer neu befestigen lassen, doch im übrigen Abschnitt brechen große Steine aus der Ufermauer, die teilweise im Beeke-Bett liegen. „Wann wird der Weg endlich wieder frei gegeben?“ fragt Hermann Schuhrk.

„Das ist derzeit nicht absehbar“, antwortet Stadtsprecherin Steding auf Anfrage. Die Verantwortung für diesen Abschnitt würden sich Stadt, Leineverband und Anlieger teilen. Ein Anlieger habe das Ufer an seinem Grundstück abgestützt, die Stadt habe sich an den Kosten beteiligt. Die Verwaltung habe auch einem anderen Anlieger angeboten, sich an den Kosten für die Ertüchtigung der bröckeligen Ufermauer zu beteiligen. Doch man habe sich nicht über die Höhe der Unterstützung einigen können.

Da der Fußweg nicht verkehrssicher sei, könne die Stadt ihn nicht freigeben, ergänzt Steding. Das Geld für die Reparatur – im Raum standen um die 300.000 Euro – sei im Doppelhaushalt 2016/17 enthalten gewesen, dann aber nicht abgerufen worden, weil nicht alle offenen Fragen geklärt werden konnten. „Der Betrag müsste neu in den Haushalt eingestellt werden.“

Von Kim Gallop

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