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Noch kein Votum zur Apotheke

Pattensen-Mitte Noch kein Votum zur Apotheke

Die Mitglieder des Bauausschusses haben zahlreiche Bedenken gegen den Bau einer Apotheke auf dem Parkplatz des Calenberg-Centers. Dennoch haben sie noch kein eindeutiges Votum abgegeben. 

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Soll am Calenberg Center eine neue Apotheke angesiedelt werden?

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte.  Aus Sicht von Jörg Walkowiak (SPD) müssen Pattensens Ratsmitglieder zwei Aspekte diskutieren: „Wollen wir so einen architektonischen Klotz auf dem Parkplatz des Calenberg Centers haben? Und stimmen wir der Ansiedlung einer dritten Apotheke in Pattensen-Mitte zu?“ Hintergrund ist, dass der Betreiber und Eigentümer des Fachmarktzentrums, die Beteiligungsobjekt Pattensen GmbH & Co KG aus München, das Angebot des Centers um eine Apotheke erweitern möchte. Diese soll eine Grundfläche von 250 Quadratmeter haben und auf dem Parkplatz vor dem Center errichtet werden. Rund 20 der insgesamt 508 Stellplätze würden entfallen. Das Franchise-Unternehmen easyApotheke hat dem Betreiber bereits mitgeteilt, dass es dort mit einer Apotheke einziehen würde. 

  Walkowiak wies in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend darauf hin, dass der Betreiber innerhalb des Centers jederzeit eine Apotheke ansiedeln könne. Zustimmen müssen die Ratspolitiker in diesem Fall nur, weil auf dem Parkplatz gebaut werden soll und dafür der Bebauungsplan geändert werden muss. „Da wir jetzt aber schon wissen, dass dort eine Apotheke angesiedelt werden soll, liegt es auch in unserer Verantwortung, das zu berücksichtigen“, sagte er. Für Walkowiak sind die Folgen nicht wirklich abzuschätzen. „Doch wenn anschließend, aufgrund der neuen Konkurrenz tatsächlich eine der beiden Apotheke in der Kernstadt oder diejenige in Schulenburg schließen muss, wäre das fatal“, sagte er.

Auch Rolf Kattenhorn (UWG/UWJ) befürchtet „arge Probleme“ für die bestehenden Apotheken. „Wir sollten dem Votum des Pattenser Ortsrats folgen“, sagte er. Das Gremium hatte die Ansiedlung der Apotheke mit einer Enthaltung abgelehnt. Julia Recke (CDU) bezeichnete den Bau auf dem Parkplatz als ein „städtbauliches No-Go“.  Sie wies zudem darauf hin, dass nicht ausgeschlossen sei, dass die Apotheke sich wirtschaftlich gar nicht rentiere und dort wieder ausziehe. „Dann haben wir dort ein leerstehendes Gebäude. Dafür bleibt uns dann nur McDonald’s“, sagte sie augenzwinkernd. 

Die Ausschussmitglieder sahen aber auch Argumente für die Ansiedlung der Apotheke. „Viele Bürger wünschen sich das“, sagte zum Beispiel Georg Thomas (CDU). Simone Köpper (SPD) gab zu bedenken, dass es ein Privatgelände sei und der Wunsch des Betreibers auch Gewicht habe. Schließlich sprachen sich die Ausschussmitglieder mehrheitlich dafür aus, das Thema als behandelt anzusehen. Die endgültige Entscheidung wird der Rat im Dezember treffen. 

Von Tobias Lehmann

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