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Pattensen Arbeiten alle Politiker bald elektronisch?
Aus der Region Region Hannover Pattensen Arbeiten alle Politiker bald elektronisch?
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20:12 28.12.2018
Die Mitarbeiter im Pattenser Rathaus arbeiten bereits weitgehend papierlos. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Die Kommunalpolitiker in Pattensen sollen künftig papierlos arbeiten. Die Stadtverwaltung schlägt die komplette Umstellung auf die elektronische Ratspost vor – nicht ohne Grund: Damit ließen sich jährlich rund 11.400 Euro sparen, argumentiert sie.

Die bisherige Praxis in Zahlen:

29 der insgesamt 55 Mitglieder im Rat und in den Ortsräten erhalten die Sitzungsunterlagen bereits in elektronischer Form. Diese bekommen monatlich eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro.

2364 Einladungen hat die Verwaltung im vergangenen Jahr in gedruckter Form verschickt.

3200 Euro hat das gekostet. Weitere 1500 Euro kamen für Portokosten hinzu.

6700 Euro könnten an Personalkosten gespart werden, denn für die Arbeitszeit rechnet die Verwaltung mit etwa fünf Stunden in der Woche für Kopiervorgänge. Das sind mehr als 200 Stunden im Jahr.

79.500 Seiten Papier mussten für die nötigen Sitzungsunterlagen gedruckt werden, 8000 davon in Farbe.

Das Problem: Wenn jetzt alle Ratsmitglieder auf elektronische Post umsteigen, wird es am Ende mit einer Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Monat doch wieder teurer. Die Verwaltung schlägt deshalb zwei Alternativen vor. Die für die Stadt günstigste wäre, dass alle politischen Vertreter auf die elektronische Ratspost umsteigen und gleichzeitig auf die dafür bisher gezahlte Aufwandsentschädigung verzichten. Die Stadt könne möglicherweise den Kauf eines sogenannten Endgeräts, zum Beispiel in Form eines Tablets, jeweils für eine fünfjährige Legislaturperiode übernehmen. Möglich wäre auch, dass die Ratsmitglieder sich ihre Endgeräte selber kaufen und die Entschädigung von 20 auf 12 Euro gesenkt wird.

Die Politik hat sich bisher noch nicht öffentlich zu diesem Vorschlag geäußert. In der jüngsten Ratssitzung wurde die Drucksache zur internen Beratung in die Fraktionen verwiesen. Die Verwaltung schreibt in ihrer Vorlage: „Die mögliche Einführung der papierlosen Gremienarbeit sollte als Chance gesehen werden und nicht als Herausforderung.“ Die Mitarbeiter seien bereits weitgehend auf die papierlose Gremienarbeit umgestiegen.

Von Tobias Lehmann

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