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Pattensen Klimaschutzmanagerin legt Bericht vor
Aus der Region Region Hannover Pattensen Klimaschutzmanagerin legt Bericht vor
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00:18 09.02.2019
Noch nicht alles prima: Klimaschutzmanagerin Dagmar Moldehn präsentiert ihren Jahresbericht. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

„Alle sind in der Pflicht, etwas zu tun.“ Das sagte Dagmar Moldehn, seit 2015 Klimaschutzmanagerin der Stadt Pattensen, als sie jetzt ihren Jahresbericht vorlegte. Ihr Arbeitsauftrag orientiert sich an dem Klimaschutzaktionsprogramm, das der Rat der Stadt 2013 beschlossen hat. Aber sie hat auch das große Ganze im Blick, wenn sie darauf hinweist, dass „die Klimaziele nicht erreicht“ wurden: Die CO2-Emissionen haben zugenommen – weltweit. Eine der Hauptklimasünden, auch in Deutschland, ist nach Aussage von Moldehn, dass weiter Kohle gefördert wird, um damit Strom zu erzeugen. Das zweite große Problem ist, dass der Verkehr bundesweit nicht ab-, sondern zunimmt.

Eine Bilanz für die Region Hannnover zeige, dass Pattensen mit 1,9 Tonnen CO2 pro Einwohner und pro Jahr das beste Ergebnis innerhalb der Region aufweist. Allerdings liegt das nach Aussage der Klimaschutzmanagerin daran, dass die vielen Windenergieanlagen auf Pattenser Gebiet sich positiv auf die Bilanz auswirken. Die Auswirkungen des starken Verkehrs in und um Pattensen sei in dieser Bilanz noch nicht erfasst. „Wir sind eine ländliche Kommune, viele sind auf das Auto angewiesen“, räumte sie ein. „Aber es sollte trotzdem Möglichkeiten geben“, zeigte sie einen Wunsch für die Zukunft auf. Es gehe oft bloß darum, seine Gewohnheiten zu überdenken und zu ändern. Das könnte zum Beispiel sein, für kurze Wege auf Auto zu verzichten und das Fahrrad zu nehmen.

Bei den bislang umgesetzten Aktionen zählte Moldehn unter anderem die Teilnahme am Stadtradeln auf, das Aufstellen einer Solarbank vor dem Rathaus und das mehrwöchige Angebot „Wohnen mit Plus“, bei dem Haushalte kostenlos über Sicherheit und Energiesparen informiert wurden.

Zu den im Aktionsprogramm aufgeführten Zielen für Pattensen gehört auch das Anregen zum Energiesparen im privaten Haushalt und die Nutzung des eigenen Haus- oder Kleingartens für den Klimaschutz durch das Pflanzen einheimischer Gehölze. Außerdem sollen die Unternehmen und auch die Stadtverwaltung selbst ihren Verbrauch senken. Dazu gehört in einer Behörde auch, den Verbrauch von Papier zu reduzieren und Recyclingpapier einzusetzen. Für die Drucker der Stadt sei geplant, dass durch eine feste Voreinstellung immer beidseitig gedruckt wird und immmer schwarz-weiß. Wer einseitig und farbig drucken will, muss die Einstellung extra ändern.

Bei dem Kontakt zu den Gewerbetreibenden und Unternehmen arbeite sie eng mit Wirtschaftsförderer Arne Schütt zusammen, berichtete Moldehn. „In vielen Unternehmen in Pattensen passiert tatsächlich etwas.“ Um den Kontakt zu festigen, plane Schütt einen Unternehmerstammtisch.

Auch bisher hat Moldehn einzelne Aktionen mit Kindern und Jugendlichen betreut, etwa im Rahmen des Ferienpassprogramms oder in der Schulküche der KGS. Diese Seite ihrer Tätigkeit wird sie jetzt ausbauen, denn zu der halben Stelle als Klimaschutzmanagerin hat sie eine halbe Stelle dazu bekommen, um in Kindertagesstätten und Schulen über das Energiesparen aufzuklären. Dabei will sie Erzieherinnen, Lehrer, Hausmeister sowie Kinder und Schüler aufklären und schulen kündigte sie an.

Von Kim Gallop

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