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Pattensen Ausschuss will Schulbezirke behalten
Aus der Region Region Hannover Pattensen Ausschuss will Schulbezirke behalten
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00:44 10.06.2018
Die Bezirke für die Pattenser Grundschulen wie hier in Jeinsen sollen nicht aufgehoben werden. Quelle: Tobias Lehmann
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Pattensen

Die Schulbezirke in Pattensen bleiben wahrscheinlich, wie sie sind. Dafür hat sich zumindest der Ausschuss für Schul- und Bildungsangelegenheiten am Mittwochabend mit Gegenstimmen der UWG/UWJ-Ratsherren Günter Kleuker und Rolf Kattenhorn sowie dem Bündnisgrünen Uwe Hammerschmidt ausgesprochen. Endgültig entscheidet jedch der Rat, der am Donnerstag, 21. Juni, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Reden öffentlich tagt.

Sachbereichsleiterin Sylvia Düring teilte zunächst mit, dass die Landesschulbehörde ihre Mitteilung aus der vergangenen Woche korrigiert habe. „Ein gemeinsamer Schulbezirk soll nur für Schulen innerhalb eines Stadtteils möglich sein. Für Schulen in anderen Ortsteilen gelte das nicht“, sagte sie. Somit sei der Antrag von Kleuker auf die Aufhebung der Schulbezirke rechtlich gar nicht umsetzbar.

Diskutiert wurde dennoch. Jens Ernst (SPD) sagte, dass seine Fraktion den Antrag ablehnen werde. Dennoch befürworte er grundsätzlich den Gedankenanstoß. „Denn über ein Konzept müssen wir uns in Zukunft Gedanken machen“, sagte er. Die Grundschule Pattensen-Mitte ist zurzeit fünfzügig, wird aber nach den Ferien zunächst wieder vierzügig. Doch eine erneute Fünfzügigkeit ist aufgrund der Neubürger in den Neubaugebieten zu erwarten. Das ist für die offiziell auf Vierzügigkeit ausgelegte Grundschule jedoch nur temporär zulässig. Auf Anfrage von Hammerschmidt sagte Düring, dass das Kultusministerium diese Regelung jedoch relativ großzügig betrachtet. Auch in Hannover gebe es mehrere Schulen mit ähnlichen Fällen.

In der Sitzung des Ortsrates Pattensen-Mitte hatte Peter Soluk (CDU) den Vorschlag gemacht, die Schulbezirke zunächst für einen begrenzten Zeitraum aufzuheben und dann eine endgültige Entscheidung zu treffen. CDU-Ratsherr Georg Thomas sagte jedoch im Ausschuss, dass das eher als eine Idee zu sehen sei. Auch seine Fraktion werde den Antrag ablehnen. Eine gleichmäßige Auslastung der Schulen, wie sie Kleuker mit seiner Forderung erreichen wolle, sei zwar auch im Sinne der CDU. „Doch wenn wir die Schulbezirke aufheben, ist eine Steuerung der Schülerzahlen nur schwer möglich“, sagte Thomas.

Sonja Scheffczyk ging als Vertreterin des Schulelternrats noch auf ein weiteres Thema ein. Im Ortsrat Pattensen-Mitte war die fehlende Transparenz bei der Entscheidung bemängelt worden, wenn Eltern ihr Kind außerhalb des Schulbezirks anmelden wollen. „Der Schulelternrat spricht sich an dieser Stelle für mehr Transparenz und eine wohlwollende Beurteilung der entscheidenden Schulleiter aus“, sagte sie. Düring teilte mit, dass Bürgermeisterin Ramona Schumann sich bereits an den Niedersächsischen Städtetag gewandt habe, um die Transparenz dieses Verfahrens zu erhöhen. „Auch die Stadt als Schulträger bekommt zum Beispiel nicht mit, wenn ein Kind in einem anderen Schulbezirk angemeldet wird. Dabei wäre das wichtig, um die Schülerströme auch künftig beurteilen zu können“, sagte sie.

Der Leiter der Grundschule Hüpede, Adam Juszczak, sagte, dass die Entscheidungsfreiheit der Schulleiter in so einem Fall sehr begrenzt sei. „Wir stimmen zu, sofern keine pädagogischen Gründe dagegen sprechen“, sagte er. Abschließend kritisierte er, dass das Thema der Schulbezirke so ausgiebig politisch diskutiert wird, obwohl drei Schulleiter sowie der Stadtelternrat den Antrag ablehnen. „Sie können der pädagogischen Kompetenz ruhig vertrauen“, sagte er in Richtung der Politiker.

Von Tobias Lehmann

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