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Pattensen Stadtverband: Vorstand hält SoVD die Treue
Aus der Region Region Hannover Pattensen Stadtverband: Vorstand hält SoVD die Treue
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00:18 03.08.2018
Teamarbeit: der Stadtverband des SoVD Pattensen mit Marianne Tasky (von links), Hans-Jörg Klempin, Ernst Stiller, Jürgen Kandelhard und Hans-Friedrich Wulkopf. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Fast jeder kennt das von Vereinsversammlungen: Wenn es ans Verteilen von Ämtern geht, ducken sich viele Mitglieder weg. Es wurden schon Vereine aufgelöst, weil sich niemand für Vorstandsposten fand. Beim Stadtverband Pattensen des Sozialverbands Deutschland (SoVD) läuft das anders. Vorsitzender Hans-Friedrich Wulkopf, sein Stellvertreter Jürgen Kandelhard und Schriftführerin Marianne Tasky leiten den Verband seit 2004. Als vom Dachverband 2012 eine Erweiterung des Vorstands vorgeschlagen wurde, fanden sich als Beisitzer schnell Hans-Jörg Klempin und Ernst Stiller. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt und über die Jahre einstimmig wiedergewählt.

Die aktive Verbundenheit zum SoVD besteht bei Tasky und Wulkopf sogar noch länger: Beide sind seit 20 Jahren im Ortsverband Hüpede-Oerie aktiv, Tasky als stellvertretende Vorsitzende und Wulkopf als Schatzmeister. Wulkopf ist zudem Vorstandsmitglied im SoVD-Kreisverband. Die Vorstandsmitglieder im Stadtverband vertreten gleichzeitig die drei Ortsverbände im Pattenser Stadtgebiet: Wulkopf und Tasky stehen für Hüpede-Oerie, Kandelhard und Stiller für Schulenburg-Jeinsen und Klempin für Pattensen-Mitte.

Über die Frage nach der Motivation für ihren Einsatz sind die langjährigen Vorstandsmitglieder erst einmal verblüfft. Für Tasky ist es Familiensache: Als in ihrem Ortsverband plötzlich Vorsitzender und Stellvertreter innerhalb kurzer Zeit verstarben, sei erst ihr Ehemann kommissarischer Vorsitzender geworden. Das Amt habe dann Jutta Hase übernommen, sie selbst sei zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden – und es bis heute geblieben. Klempin ist es wichtig, sich für Leute einzusetzen, die es manchmal schwer haben im Leben, etwa wegen einer Behinderung. Er sagt: „Und wenn das Team stimmt, macht es sogar Spaß.“

Da weist Wulkopf darauf hin, dass in den Ortsverbänden keine Beratung stattfinden darf. „Das machen die Hauptamtlichen in Hannover.“ Es sei wichtig, diese Vorgaben einzuhalten, mahnt er, weil immer wieder Fälle vor dem Sozialgericht landen. Der SoVD vor Ort setzt sich für andere Dinge ein, etwa die Barrierefreiheit. Die Mitglieder fordern und begleiten den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen durch die Region. Bislang noch nicht erfolgreich war der Wunsch nach einer besseren Busanbindung zum Bahnhof Bennigsen – wofür sich auch die Stadt Pattensen einsetzt. „Aber steter Tropfen höhlt den Stein“, hofft Klempin. Dann wieder geht es um Platten, die auf einem Gehweg hoch gekommen sind und eine Stolperfalle bilden. Der SoVD macht Fotos und schrieb einen Brief an Ramona Schumann, die Bürgermeisterin der Stadt Pattensen. „Und in wenigen Tagen war das erledigt“, sagt Wulkopf. Er verweist auch auf die Auszeichnung „Überlegt geplant – an alle gedacht“ des SoVD-Landesverbands für barrierefreies Bauen. Diese –leider –seltene Auszeichnung wurde schon zweimal in Pattensen vergeben: an die Pflegewohnstifte an der Koldinger Straße und an der Schützenallee.

Überlegt, geplant, an alle gedacht: Der SoVD hat das Pflegewohnstift an der Koldinger Straße für Barrierefreiheit ausgezeichnet. Quelle: Kim Gallop

Kandelhard wünscht sich, dass auch an anderer Stelle Barrieren abgebaut werden. Sein Ortsverband wollte das 60-jährige Bestehen feiern. „Dann kam gleich die Gema und hat Gebühren für die Musik verlangt.“ Und wenn fürs Fest jemand anbietet, am Bratwurstgrill zu stehen, „dann braucht er ein Gesundheitszeugnis“. Und wenn der SoVD ein Ferienpass-Angebot macht, brauchen die Betreuer ein Führungszeugnis. Die Mitglieder würde sich über solche Hürden ärgern, bestätigt Wulkopf, sie ließen sich aber nicht auf Dauer entmutigen. „Wir stehen zu unserem Wort.“

Das ist der SoVD

Der SoVD – ehemals Reichsbund – berät zu Fragen rund um Rente, Pflege, Hartz IV, Behinderung oder Patientenverfügung. Das Beratungszentrum ist in der Herschelstraße 31, 30159 Hannover, zu finden und so zu erreichen: Telefon (0511) 701480, E-Mail info@sovd-nds.de oder www.sovd-nds-de im Internet.

Von Kim Gallop

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