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Pattensen Ausschuss empfiehlt Verkehrsgutachten
Aus der Region Region Hannover Pattensen Ausschuss empfiehlt Verkehrsgutachten
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15:41 07.11.2018
Keine Zustimmung für die Anbindung der Jeinser Straße an die Ortsumgehung. Zunächst sollen die Verkehrsströme in Pattensen-Mitte begutachtet werden. Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen

Mehr als zwei Stunden hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Ohlendorf geduldig ausgeharrt. So lange diskutierte der Ausschuss für Bauangelegenheiten und Stadtentwicklung, dem Ohlendorf offiziell nicht angehört, über verschiedene Themen. Dann, in der Fragestunde für Zuhörer, setzte er zur emotionalsten Rede des Abends an. „Wir lassen die Anwohner der Jeinser Straße seit Jahrzehnten mit der untragbaren Verkehrssituation dort allein. Damit muss jetzt Schluss sein“, sagte er.

Ohlendorf führte aus, dass Politiker aller Parteien die Schuld daran tragen, dass sich der Verkehr dort häufig lange staut. Als die Ortsumgehung Pattensen in den 1990-er Jahren gebaut wurde, beschlossen die Politiker, die Jeinser Straße nicht an die Umgehung anzuschließen, sondern diese stattdessen zu verbreitern. Das habe zu noch mehr Verkehr auf der Straße geführt. „Ich könnte es verstehen, wenn die Anwohner dort ihre Autos nicht mehr auf ihren Grundstücken, sondern entlang der Straße parken. Einfach, um den Verkehrsfluss zu verzögern und auf ihre Situation aufmerksam zu machen“, sagte Ohlendorf in der Sitzung am Dienstagabend.

Ein erster Schritt zur Verbesserung soll jetzt allerdings auch eingeleitet werden. Der Ausschuss empfahl einstimmig, 25.000 Euro in den Haushalt 2019 für ein Verkehrsgutachten für Pattensen-Mitte aufzunehmen. Dies war das Ergebnis einer Diskussion über eine mögliche Anbindung der Kreisstraße 219 (Jeinser Straße) an die Ortsumgehung. Die SPD-Fraktion Pattensen-Mitte hatte diesen Antrag bereits im März 2017 gestellt.

Gegenwind gab es im vergangenen Jahr unter anderem von einigen Jeinsern, die zunehmenden Verkehr in ihrer Ortschaft befürchten. Doch auch Vertreter von Land und Region teilten mit, dass sie keine Notwendigkeit dafür sehen. Es müsste zunächst ein Verkehrsgutachten mit einer Prognose über die künftigen Verkehrsströme erstellt werden, dessen Kosten die Stadt tragen muss. SPD-Ratsherr Jörg Walkowiak, der auch Mitglied im Ortsrat in Pattensen-Mitte ist, sagte: „Uns geht es vor allem darum, eine Möglichkeit zur Entlastung des Verkehrs in der Kernstadt zu finden. Es muss nicht zwingend die Anbindung an die Ortsumgehung sein.“ Eventuell wäre auch eine Querverbindung zwischen der Jeinser Straße und der Bundesstraße 443 zwischen Koldingen und Pattensen-Mitte möglich.

Die Vertreter der anderen Parteien signalisierten, dass sie dem Antrag in der bestehenden Form nicht zustimmen werden. Andreas Junge (CDU) sagte: „Die Reihenfolge ist einfach falsch. Bevor wir etwas entscheiden, sollten wir zunächst ein Gutachten haben.“ Dafür zeigten sich alle Politiker offen.

Der Erste Stadtrat Axel Müller schlug dafür einen Betrag von 25.000 Euro vor. „Billiger wird es sicherlich nicht“, sagte er. Walkowiak fragte, ob es möglich sei, diesen Betrag noch dieses Jahr aus einem nicht ausgeschöpften Topf abzuzweigen und den Auftrag direkt zu vergeben. „Sonst dauert es noch einmal Monate, bis wieder etwas passiert“, sagte er. Doch laut Müller sei es „nicht realistisch“, dass der Auftrag noch in diesem Jahr vergeben wird. Dafür reiche die Zeit nicht. Wenn der Haushalt 2019 allerdings wie geplant im Dezember verabschiedet wird, liege die Genehmigung der Kommunalaufsicht sicherlich bereits auch im Februar vor. „Dann können wir das Projekt angehen“, sagte er.

Von Tobias Lehmann

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