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Ronnenberg Rettungshunde messen sich bei Landesmeisterschaften
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Rettungshunde messen sich bei Landesmeisterschaften
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00:17 29.03.2018
"Hexe" durchstreift den Wald bei Benthe. Quelle: Elena Everding
Benthe/ Bantorf

 Die Ortsgruppe Bantorf/ Deister des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) hat am Wochenende die niedersächsischen Landesmeisterschaften der Rettungshunde ausgetragen. Die Hunde und ihre Besitzer zeigten ihr können in den Bereichen Fläche, Trümmer, Fährte und Mantrailing.

Im Wald beim Benther Berg trafen sich die Teilnehmer am Sonnabendmittag zur Disziplin Flächensuche. Zuerst sind die sogenannten Einsteiger dran: Die Hunde haben dabei zehn Minuten Zeit, auf einer abgesteckten Fläche von 5000 Quadratmetern die versteckte Person zu finden. „Dafür müssen sie die Witterung aufnehmen und dann anzeigen, wenn sie die Person gefunden haben“, erklärt Vanessa Sander von der Ortsgruppe

Den Anfang macht Schäferhund „Hexe“ und sein Herrchen Rolf Holzhausen aus Lehrte. „Bei der Flächensuche ist es wichtig, dass der Hund sich lenken lässt“, sagt Sander. „Hexe“ zeigt sich am Anfang motiviert, lässt sich dann aber ablenken und spielt schließlich mit einem Stöckchen. Leistungsrichter Heiko Christian Grube beendet die Prüfung vorzeitig – leider nicht bestanden. „Schade“, findet Holzhausen, denn der Hundesport fordert viel Übung und Vorbereitung. Applaus gibt es von den Zuschauern trotzdem, die Hundehalter unterstützen sich beim Hundesportverein gegenseitig.

Ute Hubbe aus der OG Celle schickt ihre Schäferhündin "Minnie vom Haus Weltsieger" in die Flächensuche. Quelle: privat

Die Ortsgruppe trifft sich regelmäßig zum Training. Am Sonnabendmorgen traten die Teilnehmer bereits in der Disziplin „Unterordnung und Gehorsam“ auf dem Traingsgelände in Bantorf an, bei der die Hunde beispielsweise Hindernisse überqueren müssen. Auch das üben die Besitzer mit ihren Tieren im Verein – bis ein Hund die Aufgaben beherrscht und sogar Menschen aufspüren kann, braucht es teilweise mehrere Jahre Training.

Als nächstes ist „Fibi“ mit seiner Besitzerin Karin Wienke aus Celle dran. Zunächst steift der Mischling schnuppernd durch den Wald, Wienke gibt ihm dabei Anweisungen. „Im besten Fall kann der Besitzer einfach am Startpunkt stehen bleiben und der Hund sucht von ganz alleine“, erklärt Sander. Schließlich findet Fibi die gesuchte Person – Sabine Kropp sitzt hinter einem Baum und wartet schon. Bestanden hat er trotzdem nicht: Fibi hat nicht durchgehend gebellt, wie es von der Prüfungsordnung verlangt wird. „Wenn man im Ernstfall eine verletzte Person im dunklen Wald sucht, findet der Besitzer den Hund ja nicht – dann kann es schon zu spät sein“, sagt Grube.

Am Sonntag ging es dann mit dem Legen der Fährten für die beiden Hunde, die in dieser Disziplin geprüft wurden, weiter, bevor die Teilnehmer dann nach Bad Nenndorf fuhren, um der Trümmerprüfung beizuwohnen. Insgesamt drei versteckte Personen mussten die Hunde innerhalb kürzester Zeit aufspüren – und das auf einem 1200 Quadratmeter großen Gelände. 

Im Verein trainieren die Mitglieder rein aus sportlicher Sicht. Doch wenn die Hunde nach einigen bestandenen Prüfungen die entsprechende Zulassung haben, können sie auch in Rettungsstaffeln, beispielsweise des Roten Kreuzes, eingesetzt werden. Mitglied im Verein können übrigens nicht nur Schäferhunde-Besitzer werden, „wir sind für alle Rassen offen“, sagt Sander.

Udo Czernitzki aus der OG Göttingen/Rosdorf und sein Italienischer Wasserhund "Shadow" bei der Versteckperson; der Hund hat die versteckte Person erfolgreich gefunden. Quelle: privat

Das sind die Gewinner:

In der Flächensuche der Schwierigkeitsstufe E wurde Kathrin Eikhoff mit ihren Hund „Henry“ aus der Ortsgruppe Bantorf/Deister zur Landessiegerin gekürt. In der Schwierigkeitsstufe A ging Udo Czernitzki mit seinem Hund „Shadow“ aus der Ortsgruppe Göttingen/Rosdorf als Landessieger hervor. Gabriele Kottsieper aus der Ortsgruppe Frohnau bei Berlin wurde mit ihren beiden Schäferhündinnen Landessiegerin in den Schwierigkeitsstufen A und B der Fährtensuche.Die erstmalige Landessiegerin in der Disziplin Mantrailing wurde Stefanie Kaufmann aus der Ortsgruppe Celle mit ihrer Hündin „Yuma“. Den Titel der Landesmeisterin wurde Sandra Maajost und ihrer Hündin „Urbina von der Schiffslache“ aus der Ortsgruppe Delbrück in der Disziplin Trümmersuche verliehen.

Von Elena Everding

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