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Ronnenberg Reformationsempfang des Kirchenkreises
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Reformationsempfang des Kirchenkreises
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13:02 31.10.2018
Antje Marklein bedankt sich bei Christian Windhorst (von links), Dennis Götte und Klaus Matoki Tonn. Quelle: Heidi Rabenhorst
Ronnenberg

Rund 80 geladene Gäste aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, Schulen, der Politik, Vereinen und der Polizei konnte Superintendentin Antje Marklein zum nunmehr elften Reformationsempfang am Vorabend des Feiertages in der Ronnenberger Michaeliskirche begrüßen. Dabei stand in den Gesprächen und bei einem Gastvortrag ein aktuelles Thema im Vordergrund, das auch die Kirche zunehmend beschäftigt: die Digitalisierung und ihre Folgen.

„Die Digitalisierung verändert, ob wir es wollen oder nicht, unseren Alltag, unseren Beruf, unsere Kommunikation, unser Privatleben“, betonte Marklein. Die Frage sei auch, wie rasant sich kirchliche Kommunikation verändere und welche Chancen sie biete, sagte der Superintendentin, die auch beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus viele Gespräche zu diesem Thema führte. Für die musikalischen Akzente sorgten derweil Kirchenkreiskantor Christian Windhorst (Orgel und Gesang) und Dennis Götte (E-Gitarre), die historische Choralmelodien aus einem 1766 in Heidelberg erschienenen Orgelchoralbuch von Jacob Pflaum aufgriffen.

Gastreferent Klaus Motoki Tonn, Direktor der evangelischen Medienarbeit (EMA) der Hannoverschen Landeskirche, knüpfte mit seinem Vortrag „Digitalisierung – Sind wir noch dabei oder sind wir schon raus?“ an die Fragen an, vor die die neuen Medien auch die Kirche stellen. „Der Blick nach außen zeigt: Ja, wir leben in einer Zeit von großen Kulturveränderungen. Die Digitalität – die Kultur des Digitalen – verändert unser Leben rasant“, erklärte Tonn. Und diese neue Ära des Digitalen sei voll mit neuen Prophezeiungen, neuen Möglichkeiten, neuen Chancen und natürlich auch Risiken. Dazu gehörten für die Gemeinden neben den Formen der digitalen Arbeitsweise auch rechtliche und ethische Fragestellungen.

„Längst ist auch den Kirchen klar geworden, wir können uns nicht entscheiden ob wir bei dem digitalen Wandel dabei sein wollen oder nicht“, sagte Tonn. „Er vollzieht sich, mit grundlegenden Fragestellungen über das Leben, den Tod und über das Menschsein im 21. Jahrhundert. Also mit Kernfragen, zu denen die Kirche immer eine Position und einer Haltung, eine theologische und ethische Perspektive hatte.“

Doch in der digitalen Welt hänge die Kirche noch etwas hinterher. Während junge Menschen im Internet auf „YouTube“ mit ihren Beiträgen mit Inhalten, die von Kunst über Technik bis hin zu Schninktipps reichten, innerhalb von nur 24 Stunden Millionen Zuschauer erreichten, suche man wirklich relevante Sender aus dem evangelischen oder kirchlichen Bereich lange und oft sogar vergebens. „Seit Kurzem gibt es ein Vorhaben mit dem Namen ,Jana glaubt’, doch auch das bleibt weit hinter relevanten Zahlen zurück“, erklärte der Gastredner.

Auch in der Debatte über den Umgang mit der Digitalisierung habe die Kirche nach Ansicht von Tonn noch deutlichen Nachholbedarf. Verschiedenste Netzwerke und Arbeitskreise hätten sich etabliert, begleitet durch die Bundesregierung, durch die Landesregierung und viele freie Initiativen. Doch die Kirche sitze dort in der Regel nicht mit am Tisch – oder nur in ganz wenigen Ausnahmefällen. „Das bedeutet, wir sind in ganz zentralen Fragestellung für die Zukunft, in denen es um den Schutz der Menschen und ihrer Privatsphäre geht, nicht dabei. Und es fehlt damit die theologische Perspektive“, schloss Tonn seinen Vortrag – und schickte einen kleinen Appell hinterher: „Also, liebe Kirche – in dem Digitalen, da geht noch was!“

Von Heidi Rabenhorst

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