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Ronnenberg Ortsbrandmeister schimpft über geringen Respekt gegenüber der Feuerwehr
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Ortsbrandmeister schimpft über geringen Respekt gegenüber der Feuerwehr
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12:32 10.02.2019
Brandschutzabschnittsleiter und stellvertretender Regionsbrandmeister Eberhardt Schmidt (rechts) zeichnet Jens Wieneke (von links), Gerd Baumert und Thomas Gröbing für langjährige aktive Mitgliedschaft aus. Quelle: Heidi Rabenhorst
Empelde

Bei der Jahresversammlung der Empelder Feuerwehr machte Ortsbrandmeister Jens Etzrodt in seinem Bericht seinem Ärger über Falschparker Luft. „Es gibt Verkehrsteilnehmer, die rücksichtslos parken, ohne darüber nachzudenken, dass ja eventuell auch Rettungsfahrzeuge durchkommen müssen. Manchmal müssen wir aussteigen und sogar eingewiesen werden. Dabei geht viel Zeit verloren“, schimpfte Etzrodt. Gar nicht gehe außerdem, dass vor dem Gerätehaus am Hof oder sogar vor den Toren geparkt werde.

Die Einsatzkräfte hätten es aber nicht nur mit Falschparkern zu tun. Der Respekt gegenüber der Feuerwehr und anderen Hilfskräften sei nur noch gering. Das fange an mit Pöbeleien und Bewerfen mit Feuerwerkskörpern. „Bei einem Einsatz sind wir von einem Hochhaus mit Eiern beworfen worden. Das geht gar nicht“, sagte ein verärgerter Ortsbrandmeister. Was noch auffalle, seien die Schaulustigen, die schon vor Eintreffen an der Einsatzstelle vor Ort sind und alles filmen.

In seiner Bilanz berichtete Etzrodt von 131 Einsätzen im vergangenen Jahr – zehn mehr als im Vorjahr. „Die Brandeinsätze waren hauptsächlich Klein- und Entstehungsbrände wie brennendes Gerümpel, ausgelöste Brandmeldeanlagen und angebranntes Essen“, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Dennis Hechler. Zu den technischen Hilfestellungen zählten Sturmschäden, Verkehrsunfälle, Wasser im Keller sowie Brandsicherheitswachen in der Marie-Curie-Schule. Die Einsatzkräfte haben laut Hechler im vergangenen Jahr 8540 Stunden ehrenamtliche Arbeit an 365 Tagen rund um die Uhr für die Sicherheit der Ronnenberger Bürger geleistet.

Zahlreiche Frauen und Männer der Ortswehr Empelde sind befördert worden. Quelle: Heidi Rabenhorst

Über eine äußerst aktive Nachwuchsabteilung berichtete Markus Schrader. „Wir haben unter anderem den Laternenumzug unterstützt und auch wieder die Brandschutzerziehung bei den Drittklässlern in der Grundschule ausgeführt“, erzählte der stellvertretende Jugendwart. Mit derartigen Aktionen soll das Interesse der Kinder für die Feuerwehr geweckt werden. Außerdem haben 33 Jungen und Mädchen das Kinderflämmchen erfolgreich absolviert.

Ehrungen und Beförderungen bei der Feuerwehr Empelde

Für seine langjährigen Verdienste im Feuerlöschwesen erhielt Jens Wieneke die Ehrennadel der Region. Für 40-jährige aktive Mitgliedschaft wurde Gerd Baumert ausgezeichnet. Seit 25 Jahren dabei ist Thomas Gröbing. Urkunden für 25-jährige fördernde Zugehörigkeit gab es für Kurt Grüneberg, Wilhelm Eickemeyer und Hanne-Lore Posim.

Stadtbrandmeister Gunar Schelle wurde in seiner Heimatwehr zum Ersten Hauptbrandmeister befördert. Ortsbrandmeister Jens Etzrodt ist nun Oberbrandmeister. Stefan Wetzel und Matthias Gnoth wurden zum Löschmeister befördert. Saskia Etzrodt ist nun Oberfeuerwehrfrau, Vincent Oestereich und Michael Huß sind zum Oberfeuerwehrmann befördert worden. Stefano Oestereich, Kai Tillack und Michael Schall wurden zu Feuerwehrmännern ernannt. hr

Die Ortsfeuerwehr zählt derzeit insgesamt 298 Mitglieder – darunter 51 Einsatzkräfte (zwei mehr als im Vorjahr) und 157 Förderer. „Wir konnten nämlich zwei aktive Kräfte hinzugewinnen und auch die Jugendabteilung ist um zwei Mitglieder angewachsen“, sagte Etzrodt. Die Jugendabteilung zählt 32 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 17 Jahren. Außerdem gibt es acht Musiker und ein Ehrenmitglied sowie acht passive Mitglieder. Dazu kommen noch 80 Mitglieder im Förderverein.

Ausgezeichnet (von links): Dennis Hechler, Wilhelm Eickemeyer, Hanne-Lore Posim, Kurt Grüneberg und Jens Etzrodt. Quelle: Heidi Rabenhorst

Stephanie Harms nahm die Versammlung zum Anlass, den Empelder Feuerwehrleuten zu sagen, wie stolz sie als Bürgermeisterin auf sie sei. „Wir können uns zu jeder Tages- und Nachtzeit auf ihre Hilfe und Unterstützung verlassen. Wir können ihnen vertrauen, wie vor kurzem bei dem Großbrand in Ronnenberg“, sagte Harms. Auch sie bezog Stellung zu den Schaulustigen. „Es ist sehr ärgerlich, wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz fährt und dort die Schaulustigen Sprüche klopfen und so gar kein Verständnis für diese Arbeit haben“, sagte sie.

Von Heidi Rabenhorst

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