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Ronnenberg Schüler diskutieren über Zukunft der UN
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11:35 28.08.2018
Lukas Schlapp erklärt die Möglichkeiten der Teilhabe bei den Vereinten Nationen. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

Eigentlich ist Lukas Schlapp ein Sammler. Den größten Teil seiner einjährigen Tätigkeit tingelt er durch die Republik und sucht nach Themen und Forderungen von jungen Menschen, die bei den Vereinten Nationen (UN) möglicherweise Gehör finden sollten. Er ist einer von zwei Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung, die Deutschland bei der Vereinigung der Weltgemeinschaft in New York vertreten. Am Montag diskutierte er mit den Mitgliedern des Jugendparlamentes (Jupa) und Schülern zweier Leistungskurse in der Empelder Marie Curie Schule.

Die Lehrer Maria Lutz und Dirk Horsten hatten ihre Schüler inhaltlich auf das Treffen mit dem 22-Jährigen Studenten vorbereitet, der auf Einladung des Jupa in die KGS gekommen war. Zunächst stellte Schlapp seine Tätigkeit vor, die in einem dreimonatigen Aufenthalt bei den Vereinten in New York mündet. Während dieser Zeit arbeitet er beratend in diversen Ausschüssen mit und unterstützt die deutsche Delegation in Jugendfragen. „Kleine Worte bedeuten oft recht viel“, verwies er auf die schwierige Detailarbeit bei der Formulierung von Resolutionen. Insgesamt ermutigte der Jugendvertreter die Schüler aber, sich schon in jungen Jahren in politische Abläufe einzubringen. „Jede Meinung zählt, nicht erst ab 18, wenn man wahlberechtigt ist“, betonte er.

Die Mädchen und Jungen zeigte großes Interesse am Thema UN und dem Amt des Jugenddelegierten. Fragen nach Bezahlung (“Ich bekomme kein Gehalt, aber eine Kosten werden erstattet“) oder dem Zeitaufwand (“Ich komme derzeit nicht so sehr zum Studieren“) beantwortete Schlapp offen und ausführlich. Er sehe sich als die Stimme der Jugend in Deutschland bei den UN, sagte er.

Aber die Ronnenberger Jugendlichen hatten auch konkrete Fragen zu den Vereinten Nationen an sich. „Welche Folgen hätte ein Austritt der USA“, wollte ein Schüler wissen, ein andere fragte nach Emotionen: „Wie fühlen sich die Mitglieder des Sicherheitsrates im Falle eines Vetos eines der ständigen Mitglieder?“ Auch erkannten sie eine demokratische Schieflage bei gleichem Stimmrecht für alle Staaten, ungeachtet ihrer Bevölkerungszahlen. Schlapp lichtete mit seinen Antworten den Nebel, der die New Yorker Organisation für viele noch umgibt.

Auch die Mitglieder des Jugendparlamentes erarbeiten Forderungen an die Vereinten Nationen. Quelle: Uwe Kranz

Dann kam er zu seinem Hauptanliegen: In Kleingruppen erhielten die Schüler Zeit eigene Forderungen an die Vereinten Nationen zu formulieren. Die dabei angeschnittenen Themen waren vielfältig. So sollen die UN nach Meinung der jungen Leute unter anderem gegen sexuelle Belästigung vorgehen und auch mehr Anlaufstellen und Unterstützung für Jungen bieten und gegen Lebensmittelverschwendung eintreten. Im Kampf gegen den Klimawandel erwarten sie die Einschränkung von Plastikverpackungen und Einweggeschirr. Außerdem setzen die Mädchen und Jungen auf kostenlose Bildung weltweit und hoffen auf eine Reformation des Sicherheitsrates.

Von Uwe Kranz

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