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Ronnenberg Stadt und Infra sind weiter uneins
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Stadt und Infra sind weiter uneins
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16:27 31.01.2019
Hält die Stadtbahn künftig vor oder hinter der Bundesstraßenbrücke? Quelle: Uwe Kranz
Empelde

Die Haltestellen der Stadtbahnlinie 9 sollen in naher Zukunft komplett barrierefrei zugänglich sein. Dazu sollen vier Haltestellen zu Hochbahnsteigen ausgebaut werden. Schon das halten viele in Rat und Verwaltung der Stadt Ronnenberg für keine optimale Lösung. Konkreter werden die Verantwortlichen der Stadt allerdings, wenn es um die Haltestelle Hermann-Ehlers-Allee an der Stadtgrenze zu Hannover geht. Im Gegensatz zur planenden Infra, der Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover, möchten die Ronnenberger den Neubau nämlich nicht an der Südseite der Bundesstraßenbrücke realisieren, sondern nördlich davon. Das will die Verwaltung in einer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren untermauern.

„Im Gegensatz zur Infra sehen wir den Hochbahnsteig auf der Nordseite besser aufgehoben“, fasst Wolfgang Zehler die Haltung der Stadt zusammen. Das gelte auch mit Blick auf den ebenfalls geplanten Park und Ride-Platz, aus Ronnenberger Sicht ebenfalls direkt vor der Bundesstraße und ein dahinterliegend geplantes Wohngebiet (nördlich der Eichendorffstraße) auf Flächen der Stadt Hannover. Der durch den Bau des Hochbahnsteiges nördlich der Bundesstraße entstehende längere Fußweg um 130 Meter sei „durchaus zuzumuten“, wie es in der Stellungnahme der Stadt heißt.

Den neuen Park und Ride Platz mit 70 Stellplätzen hält die Stadt Ronnenberg indes für sinnvoll, vor allem, seitdem ein von ihr beauftragtes Ingenieurbüro ermittelt hat, dass viele der Nutzer des bestehenden Parkangebotes am Stadtbahnendpunkt in Empelde den neuen Parkplatz an der Bundesstraße genauso gut oder besser erreichen würden. Daraus würde sich eine Entlastung für die bestehende Anlage und das angrenzende Wohngebiet ergeben.

Mehr Belastung erwartet die Stadt dagegen in Hinsicht auf den fließenden Verkehr, falls der Hochbahnsteig südlich der Bundesstraße gebaut wird. Dabei würden Fahrbahnverengungen, eine zusätzliche Ampelanlage und zusätzliche Fahrzeuge vom Park und Ride-Platz zusammenkommen. Die Auswirkungen schätzen Stadt und Infra unterschiedlich ein. „Aufgrund der bereits heute deutlich zu Tage tretenden Kapazitätsgrenzen erscheint die Positionierung der Haltestelle in diesem Bereich als nicht vertretbar“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Ob eine so genannte Grüne Welle der Ampelanlagen dabei eine Entlastung bringen könnte, sei ungewiss.

Dagegen wäre der nötige Umbau der Straßenflächen wesentlich geringer bei der Nord-Variante. Für den Park und Ride-Platz müssten dann nur eine Ein- und eine Ausfahrt geschaffen werden. Das Fazit fällt demnach für die Stadt eindeutig aus: „Der Haltestellenstandort Hermann-Ehlers-Allee Variante Nord ist gegenüber der Variante Süd mit den vorstehenden Hinweisen weiter zu prüfen und aufgrund der mit der städtischen Stellungnahme relativierten Nachteile zu bevorzugen“, heißt es.

Diese Einwände hatte die Stadt während der Planungsphase schon mehrfach gegenüber der Infra vorgebracht. Dort seien sie „zwar behandelt, jedoch überwiegend nicht entsprechend aufgenommen beziehungsweise berücksichtigt“ worden. Das Planfeststellungsverfahren wird jedoch von der Landesbehörde für Straßenbau geführt. „Wir werden sehen, ob die Planfeststellungsbehörde zu einer anderen Bewertung kommt“, sagt Zehler.

Von Uwe Kranz

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