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Ronnenberg Grundschule: Mit dem Bufdi geht das Mädchen für alles
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Grundschule: Mit dem Bufdi geht das Mädchen für alles
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00:32 04.06.2018
Großes Hallo in der Klasse, wenn Bufdi Niko die Schüler zum Fußballspielen abholt. Quelle: Uwe Kranz
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Ronnenberg

“Niko, Niko“, rufen die Schüler der Klasse 4b bereits als die Tür zu ihrem Unterrichtsraum geöffnet wird. Die Mädchen und Jungen freuen sich auf die nun folgende Zeit mit Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) Niko Rinke, der einen Teil der Klasse zu einer „Bewegten Stunde“ auf dem Schulhof abholt. Weil der engagierte 19-Jährige allerdings auch noch viele andere Aufgaben an der Grundschule Ronnenberg erledigt, schaut Schulleiter Thomas Stark mit Sorge auf die Zeit nach Ablauf der einjährigen Dienstzeit des Völkseners.

Niko spielt mit den Kindern auf dem Pausenhof Fußball. Um ihn herum wuselt eine johlende Gruppe von Mädchen und Jungen. „Die Kinder genießen es, auch mal in Kleingruppen zu arbeiten“, sagt Klassenlehrerin Beatrix Nagel, die den anderen Schülern in der Zwischenzeit Mathe unterrichtet. „Dann trauen sich auch die leiseren etwas zu sagen.“

Die Begründung, warum Niko sich um eine Bufdi-Stelle an der Grundschule beworben hat, klingt zunächst einmal paradox: „Ich war nach zwölf Jahren schulmüde“, sagt er. Damit meint er allerdings, dass er selbst nicht gleich nach der seiner Zeit am Otto-Hahn-Gymnasium direkt ins Studium einsteigen wollte. Stattdessen sollte es etwas praktisches sein. Eine Stellenanzeige im Internet lotste ihn schließlich auf die Seite des ASC Göttingen, der für Niedersachsen und Teile Hessens die Bufti-Stellen koordiniert. Dort bewarb sich Niko erfolgreich.

Großes Hallo in der Klasse, wenn Bufdi Niko die Schüler zum Fußballspielen abholt. Quelle: Uwe Kranz

Stark weiß, was Nikos Einsatz für seine Schule bedeutet. „Was er macht, können wir personell gar nicht leisten“, sagt der Schulleiter. „Aus der Not heraus“ habe die Schule Niko für vielfältige Aufgaben eingeplant. Im Sport- und Schwimmunterricht assistiert der junge Mann, ist bei Ausflügen und Wandertagen dabei. Dazu kommen die „Bewegten Stunden“ in Klasse 1 bis 4. „Gleich zu Beginn habe ich eine Klassenfahrt begleitet. Danach ist man auf alles vorbereitet, was kommen kann“, sagt Niko mit einem Augenzwinkern über diese Feuerprobe. An der Grundschule sei der Bufdi eine Art Mädchen für alles, erzählt Stark. Wenn es personell hart auf hart käme, müsse er auch die Betreuung einer Klasse übernehmen. „Nach einem Dreivierteljahr kann er das“, sagt der Schulleiter.

Bufdi Niko erklärt einer Schülerin, worauf es bei dem Fußballspiel ankommt. Quelle: Uwe Kranz

Während die Schule sehnlichst darauf hofft, einen Nachfolger für Niko zu finden, hat der Bufti aufgrund seiner Zeit an der Grundschule für seine weitere Zukunft einen festen Plan: „Ich bin mir klar geworden, dass ich ein Lehramtsstudium machen will“, sagt er. Schluss mit der Schulmüdigkeit.

Von Uwe Kranz

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