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Ronnenberg Hochbahnsteig: Stadt Ronnenberg bekräftigt Kritik an Infra-Plänen
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Hochbahnsteig: Stadt Ronnenberg bekräftigt Kritik an Infra-Plänen
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00:41 22.04.2018
Unter der Bundesstraße 65 befindet sich ein Verkehrsknotenpunkt. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

 Kritik aus dem Ronnenberger Fachausschuss für Stadtplanung an der Planung eines Hochbahnsteigs an der Stadtgrenze zu Badenstedt hat die Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover (Infra) offenbar überrascht. Die Ronnenberger Verwaltung hält allerdings an den Einwänden fest.

Martin Vey, Infra-Betriebsleiter, musste die unerwartet deutliche Ansprache in öffentlicher Sitzung aushalten. Heftig und aus Sicht der Gesellschaft meist unsachlich sei die Kritik im Ausschuss bezüglich der Planungen zum Bau eines Hochbahnsteiges an der Stadtbahnhaltestelle Hermann-Ehlers-Allee ausgefallen, heißt es in einem Schreiben an Stephanie Harms. 

Die Infra bittet in dem Papier die Ronnenberger Bürgermeisterin „um Klarstellung und Unterstützung unserer Argumentation“. Die Verwaltung stützt allerdings in der Sache die Einwände der Ausschussmitglieder. In einem Ratsrundschreiben, mit dem die Bürgermeisterin das Infra-Schreiben an die Bürgervertrer weitergegeben hat, heißt es, der darin „stellenweise zum Ausdruck gebrachte Unmut ist verwaltungsseitig nur bedingt nachzuvollziehen“.

Grund für die Haltung der Stadt ist, dass die Infra bei der Planung des Hochbahnsteigs aus Verwaltungssicht zu den angesprochenen Problembereichen „keine oder nur unbefriedigende Lösungsansätze geboten“ habe. Die meisten Ronnenberger Einwände stehen somit immer noch im Raum und waren im Ausschuss von Politikerseite in ähnlicher Form wiederholt worden: 

– Nicht akzeptable Auswirkungen auf den Verkehr im Bereich der Berliner Straße nach der Errichtung des Park und Ride-Platzes und eines daneben geplanten Wohngebietes auf hannoverschem Gebiet vor der Bundesstraßen-Unterführung: Die Infra verweist auf ein Verkehrsgutachten, dass auch zu Spitzenzeiten sehr gute bis befriedigende Verkehrqualitäten voraussagt. Das Empfinden der Verkehrsteilnehmer beschrieben die Politiker im Ausschuss allerdings schon jetzt ganz anders. „Die Rückstauzeiten sind schon jetzt nicht mehr nachvollziehbar“, beschriebt Hans-Heinrich Hüper (CDU) die Situation auf der Berliner Straße zu Stoßzeiten. 

 – Eine Ein- und Ausfahrt zum künftigen Wohngebiet und zum Park und Ride-Platz aus allen Richtungen sollte ermöglicht werden, um Rückstaugefahr auf der Berliner Straße zu minimieren: Diese Forderung wurde ebenfalls anhand eines von der Infra in Auftrag gegbenen Verkehrsgutachtens verworfen.

 – Klärung, aus welchen Orten die Nutzer des Park und Ride-Platzes kommen werden und welche Alternativen gegebenenfalls bereits bestehen oder geboten werden können. Dazu wurde seitens der Stadt eine Erhebung am bestehenden Park und Ride-Platz an der Empelder Wendeschleife empfohlen. Ziel war es, den bestehenden Parkplatz an der Wendeschleife der Stadtbahnlinie 9 zu entlasten. Nach Aussage der Stadt ist bislang nicht zu einer solchen Erhebung gekommen.

– Die Zu- und Abfahrtssituation des städtischen Gewerbegebietes Chemnitzer Straße sollte sich nicht verschlechtern: Nach den aktuellen Planungen der Infra würde eine Abfahrt in südlicher Richtung jedoch entfallen.

 – Die Auswirkungen der zusätzlichen Ampeln auf die vorhandenen Lichtzeichenanlagen seien zu untersuchen: Hier verspricht Infra, das Thema „selbstverständlich im Zuge der Ausführungsplanung zu diskutieren“. Der Stadt ist das im Verlauf aber zu spät, da auch Ausschussmitglieder davon berichteten, dass die Koordination der bereits bestehenden Ampeln alles andere als einfach gewesen sei. 

Als weiteren „massiven Kritikpunkt“ in der Ausschusssitzung bezeichnete die Infra in ihrem Schreiben auch die „angeblich nicht vorhandene Bürgerbeteiligung“. Das Gegenteil sei der Fall. 2014 hatte die Infra ein Bürgerbeteiligungsverfahren initiiert, jedoch, wie Vey im Ronnenberger Ausschuss ausführte, lediglich in Badenstedt. Eine Einladung dazu hatten seinerzeit auch die Ronnenberger Ratsmitglieder erhalten. Deren Einwände hatte dann aber Stadtverwaltung in die Arbeitskreise zu den Planungen mit eingebracht – aus ihrer Sicht mit geringem Erfolg.

Von Uwe Kranz

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