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Ronnenberg Fremdenfeindliche Parolen an Wand der KGS
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00:17 01.11.2018
An der Außenfassade der Sporthalle der KGS Ronnenberg haben Unbekannte fremdenfeindliche Parolen hinterlassen. Quelle: Finn Bachmann
Ronnenberg

 So stellt man sich den Beginn einer neuen Arbeitswoche nicht vor: Am Montagmorgen, noch vor Beginn des Schulbetriebs, wurden an der KGS Ronnenberg fremdenfeindliche Schmierereien entdeckt. Betroffen waren die Außenwand der Sporthalle und eine Begrenzung des Fußwegs. „Moslems töten“, „Islam¿ Nein!“’ und „Kanacken raus“ lauteten die Botschaften, die die noch unbekannten Täter an der Außenstelle der KGS, Lange Reihe, versprüht hatten.

Den genauen Zeitpunkt der Sachbeschädigung muss die Polizei noch ermitteln. Es spricht aber viel dafür, dass die Tat am Wochenende begangen wurde. „Denn am Freitag nach Schulschluss waren die Schmierereien noch nicht da“, sagt Alina Scholochow. Die Leiterin des KGS-Standorts in Ronnenberg berichtet, dass „unser Hausmeister sofort am frühen Morgen die Stadt informiert hat“. Schließlich könne man nicht einen Eimer Farbe nehmen, „auch wenn wir das gern wollen, um diese Botschaften, die wir schockierend finden, selbst zu entfernen“, erklärte sie.

Immerhin seien die Schmierereien nicht an Stellen zu sehen, die nicht deutlich sichtbar auf dem Schulweg liegen, sagt Scholochow. „Sonst hätten versucht, diese Parolen irgendwie abzudecken.“ Die Schulleiterin berichtet, dass es leider öfters solche Sachbeschädigungen gebe, auch solche anderer Art. „An Wochenenden halten sich oft Jugendliche in der Umgebung der Schule auf, nicht selten bleiben kaputte Flaschen liegen“, erzählt Scholochow.

An der Außenfassade der Sporthalle der KGS Ronnenberg haben Unbekannte fremdenfeindliche Parolen hinterlassen. Quelle: Finn Bachmann

Die Stadt Ronnenberg ist in dem Fall bereits aktiv geworden. „Wir haben den Vorfall bei der Polizei angezeigt“, sagt Cord Hennies. Der Teamleiter der Gebäudewirtschaft berichtete, dass die Polizei am Montag während der Ermittlung die Schmierereien ausgemessen habe. „Am Dienstag kommt dann ein Maler aus einem externen Betrieb und stellt wieder den ursprünglichen Zustand her“, sagt Hennies. Wann genau dies passieren werde, könne er nicht nicht sagen. „Wir sind aber froh, dass es noch vor dem Feiertag klappt.“ Sonst wären die Schmierereien wegen des freien Mittwochs noch bis zum Donnerstag zu sehen. Und spätestens dann wollen Lehrkräfte und Hausmeister ihren Dienst beginnen, ohne sich über Fäkalsprache und ein verunstaltetes Schulgebäude ärgern zu müssen.

Von Stephan Hartung

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