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Ronnenberg Bergmesse: Seit 25 Jahren dem Himmel so nah
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Bergmesse: Seit 25 Jahren dem Himmel so nah
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00:52 30.04.2018
Die Jubiläumsbergmesse wird nun wieder auf dem Gipfel gefeiert. Quelle: Archiv
Empelde

 Es ist ein Großereignis, das mehrere Hundert Gläubige anlockt: Jahr für Jahr kommen Katholiken aus der gesamten Region Hannover am Himmelfahrtstag nach Empelde, um gemeinsam die begrünte Kalihalde zu erklimmen – je nach körperlicher Verfassung zu Fuß oder bei Bedarf auch in Kleintransportern eines Fahrdienstes. Auch jetzt werden am Donnerstag, 10. Mai, wieder bis zu 900 Christen erwartet, wenn die Kolpingsfamilie der katholischen Pfarrgemeinde St.-Maximilian-Kolbe zur traditionellen Bergmesse einlädt. „Dem Himmel so nah“ heißt das Motto dann wieder. Doch in diesem Jahr ist es ein besonderer Gottesdienst: Die Kolpingsfamilie und die Pfarrgemeinde, zu der auch die Gemeinden St.-Thomas-Morus in Ronnenberg und Heilige Familie in Empelde gehören, feiern die Open-Air-Messe zum 25. Mal. Und beim Jubiläum geht es auch zurück in die Vergangenheit.

In den vergangenen drei Jahren versammelten sich die Gläubigen wegen einer Baustelle auf dem Gipfel zur Himmelfahrtsmesse auf der tiefer gelegenen Bergbühne. Quelle: Archiv

„In den vergangenen drei Jahren mussten wir für die Messe auf die tiefer gelegene Bergbühne ausweichen, weil das Gipfelplateau wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung stand“, sagt der Sprecher des Leitungsteams der Kolpingsfamilie, Rainer Bulitta. Inzwischen seien die Arbeiten auf dem Gipfel jedoch nahezu abgeschlossen. „Deshalb wird wieder dort gefeiert“, kündigt Bulitta an. Einen Unsicherheitsfaktor gibt es jedoch wieder: „Etwa drei Freiluftmessen wurden in den vergangenen 25 Jahren wegen strömenden Regens kurzfristig ins Kirchenzentrum Mühlenberg verlegt“, sagt Bulitta, der deswegen auf gutes Wetter hofft.

Die Jubiläumsbergmesse kann nun – wie schon 2013 – wieder auf dem Gipfel gefeiert werden. Quelle: Archiv

Die Rückkehr auf den Gipfel ist auch eine zu den Wurzeln: „1994 haben wir die erste Bergmesse auf einem kleinen staubigen Platz gefeiert – nur zu erreichen über einen kaum befahrbaren Baustellenweg“, erinnert sich Bulitta. Damals sei die Halde weiträumig unbefestigt und mit Bauschutt bedeckt gewesen. „Deshalb bestand die Ausstattung der ersten Freilichtkirche aus wenigen Tischen und Bänken. Kein Wasser, kein Strom, keine Toiletten – was heute alles mit eingerichtet wird“, sagt Bulitta. Damit verbunden sind für die Kolpingsfamilie inzwischen aber auch Mühen und Sorgen. „Wir denken aus Altersgründen und wegen Nachwuchssorgen über die Zukunft der Bergmesse nach“, sagt Bulitta. Es werde immer schwieriger, den Aufwand zu bewältigen. Schließlich stehe nach der Messe auch eine Bewirtung der Gäste auf dem Programm: „Das ist nur mithilfe von ehrenamtlichen Helfern möglich“, sagt der Kolpingssprecher. Immerhin müsse das gesamte Material sowie die Ausstattung auf den Berg transportiert, auf- und abgebaut sowie zurückgebracht werden. Kurzentschlossene bittet er deshalb, am 10. Mai bereits um 8.30 Uhr am Kaliberg zu erscheinen. „Dann beginnt der Aufbau.“

Die Messe selbst – für den Haldenbetreiber Frank Nickel ist es der Startschuss für sein kulturelles Jahresprogramm – beginnt um 11 Uhr. Der Gipfel liegt rund 130 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen kilometerweiten Blick über das Calenberger Land und bis weit nach Hannover. Wer den Berg zu Fuß erklimmen möchte, sollte etwa 30 Minuten vor dem Auftakt des Gottesdienstes los marschieren. Alternativ steht der Shuttle-Service zur Verfügung. Und es steht eine weitere Rückkehr auf dem Programm. Die Predigt wird der langjährige Gemeindepfarrer Hans-Joachim Osseforth halten. Der Seelsorger im Ruhestand ist ebenso eingeladen wie sein erst kürzlich verabschiedeter Nachfolger Klemens Teichert.

Bekannter Gastprediger: Wie schon vor neun Jahren soll auch jetzt wieder der Pfarrer im Ruhestand, Hans-Joachim Osseforth (Vierter von rechts), die Jubiläumspredigt halten. Quelle: Archiv

Derzeit wird die Pfarrgemeinde kommissarisch vom Pfarrer i. R. Joachim Wingert geleitet.

Von Ingo Rodriguez

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